Römisch-katholische Kirche der Heiligen Schutzengel, Nagyölved
Gebäude, Struktur
Der erste bekannte Pfarrer aus der Zeit der Rekatholisierung, György Rudnay, fand die Kirche 1701 vernachlässigt und ohne Dach auf einem Hügel vor, wo zuvor das Dorf gelegen hatte (Zalka 1954), wie Erzdiakon János Ferenc Jezerniczky berichtet. Obwohl sie Allerheiligen geweiht war, wurde weiterhin der Gedenktag des Heiligen Ladislaus gefeiert. Die Pfarrei wurde 1715 während der Amtszeit von Pfarrer János Ivanics restauriert. Aufgrund der weitreichenden Auswirkungen der Gegenreformation nahmen die Konversionen unter Pfarrer György Szalay zu. Während seiner Amtszeit ließ Fürstprimas Graf Imre Esterházy 1735 eine neue Kirche errichten, etwa 50 Meter von der alten entfernt. Die Kirche erlitt 1763 bei einem Erdbeben gefährliche Risse, die elf Jahre später mit Eisenstreben repariert wurden. Die Glocken wurden 1770 geweiht. 1798 gab es bereits vier Altäre: 1. den Hauptaltar mit dem heutigen Bildnis, darüber die Statue des Engels Michael; 2. den Altar des Heiligen Johannes Nepomuk; 3. den Altar des Heiligen Josef; 4. den Altar Unserer Lieben Frau der Schmerzen. An der dem Dorf zugewandten Turmfassade befand sich eine Turmuhr. 1838 brannte die Kirche nieder, wobei die in verschiedenen Jahren erworbenen Glocken herunterfielen und verbrannten. Auch die Turmuhr wurde zerstört. Die Schäden wurden behoben, und 1899 ließ Pfarrer Dr. Ferenc Koperniczky die Seitenschiffe erweitern. Gleichzeitig wurde die Sakristei angebaut. 1891 stürzte das Dach des rechten Seitenschiffs ein. Bei der Reparatur wurde das gesamte Schindeldach erneuert. Zwischen 1896 und 1899 wurden die Altäre des Heiligen Josef und des Heiligen Johannes Nepomuk durch neue ersetzt. Sie wurden vermutlich bei einem Brand irreparabel beschädigt. An ihrer Stelle wurde der Herz-Jesu-Altar errichtet. 1903 verwüstete ein Großbrand das Dorf erneut und verschonte auch die Kirche nicht. Besonders die Dachkonstruktion wurde schwer beschädigt. Drei der 1840 gegossenen Glocken wurden 1917 eingeschmolzen, die vierte zerbrach. Heute hängen vier Glocken im Turm: je eine aus den Jahren 1920 und 1921 sowie zwei aus dem Jahr 1938. Die beiden letztgenannten wurden während der Amtszeit von Pfarrer Dr. Gusztáv Pécsi aus Spenden der Gläubigen gegossen. 1951 wurde die Kirche unter der Leitung des Gemeindemitglieds János Zalka renoviert. Die heute sichtbaren Fresken wurden 2003 unter der Leitung des Gemeindemitglieds István Nemcsok während der Arbeiten des Kirchenmalers Dr. Peter Csambal aus Nagyszombat an den Wänden angebracht. Die Kirche in Nagyölved ist den Schutzengeln geweiht und wurde im Barockstil erbaut. Ihr Turm ist 25 Meter hoch. Kanzel und Kreuzwegstationen stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.