Römisch-katholische Kirche St. Johannes der Täufer in Bodok

Römisch-katholische Kirche St. Johannes der Täufer in Bodok

Sonstige - andere

In der Umgebung von Nyitra befinden sich mehrere Kirchen aus der Árpád-Zeit, die meisten davon aus dem 12. Jahrhundert (Nyitragerencsér, Pográny, Család, Kolon, Gímes, Menyhe, Zobordarázs usw.). Auch die Kirche in Alsóbodok wurde in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts erbaut. Das ursprüngliche Kirchenschiff hat einen rechteckigen Grundriss und wird im Osten von einem halbrunden Altarraum abgeschlossen. Die Grundsteine aus dieser Zeit sind erhalten geblieben und wurden zuletzt 2018 freigelegt (sie waren nach der Tatarisierung zugemauert worden), ebenso wie die des alten Eingangsportals (ebenfalls zugemauert). Das charakteristische romanische Schlitzfenster hinter dem Altar (von innen sichtbar, von außen zugemauert) und das ursprüngliche Taufbecken, das heute als Weihwasserbecken am südlichen Eingang dient, sind noch heute zu sehen. 1796 wurde die Kirche in Längsrichtung erweitert, eine neue Empore errichtet und, als Besonderheit in Zoboralján, mit einem Holzturm versehen. Sie wurde mehrmals umgebaut; Ende des 20. Jahrhunderts wurde das barocke Kirchenschiff erweitert und der alte Turm durch einen Nachbau ersetzt. Die älteste Glocke wurde 1800 von Bischof Ferenc Fuchs aus Nyitra gegossen, zwei weitere entstanden nach den Requisitionen des Ersten Weltkriegs durch die Gebrüder Fischer aus Nagyszombat (die Glocken aus Bodok werden als separates lokales Kulturgut geführt). Der spätbarocke Altaraufsatz, der die Schutzpatronin der Kirche darstellt, stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die heutige Sakristei wurde im 20. Jahrhundert errichtet. Wir wissen nicht, wer die Orgel gebaut hat, aber sie wurde 1927 von Adolf Gusztáv Molnár restauriert. Ein Baldachin aus dem 18. Jahrhundert ist ebenfalls erhalten, bis vor Kurzem wurde hier aber auch ein Kelch aus dem 17. Jahrhundert verwendet. Die Kirche gehört seit fast einem halben Jahrtausend zur Pfarrei Pográny, doch das war nicht immer so. Die Pfarrei Bodok lag möglicherweise neben der Straße unter der Kirche, die noch heute Pap út (Priesterweg) genannt wird. Der erste Pfarrer, Sicta oder Signa genannt, ist im päpstlichen Zehntregister von 1332–1337 verzeichnet. Der letzte namentlich bekannte Pfarrer, Damjan (Damyanus plebanus de Bodok), wird 1542 erwähnt, die letzte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1546, als der örtliche Pfarrer mit den Steuern im Rückstand war. Danach wurde die Pfarrei durch türkische Überfälle zerstört. Während der Reformation gehörte das Dorf einst zur weit entfernten Pfarrei Velsic, wurde aber später nach Pográny eingemeindet, wo es auch heute noch hingehört.

Inventarnummer:

13744

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Alsóbodok