Reiterstatue des polnischen Königs Johann Sobieski

Reiterstatue des polnischen Königs Johann Sobieski

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Im September 1683 errang der polnische König Johann Sobieski zusammen mit Karl von Lothringen einen glänzenden Sieg über die türkische Armee, die Wien belagerte. Im Oktober besiegte er die Osmanen bei Párkány und befreite wenige Tage später Esztergom. Der Kulturverein Limes-Anavum sammelte vier Jahre lang Spenden aus der Bevölkerung, um die Kosten von 33 Millionen Forint für das Denkmal zu decken. Es wurde durch öffentliche Spenden, Ausschreibungen, Zuwendungen des Polen A. Przewozník, der 2011 tragisch verstarb (der Verein ließ ihm zu Ehren einen Gedenkstein im Skulpturenpark errichten), der Stadt Esztergom, des damaligen slowakischen Ministerpräsidenten J. Čaplovič, der Städte Veresegyház und Párkány, der MKP, des Schlosses Bélai, lokaler Regierungen in Ungarn und Ungarn sowie von Privatpersonen finanziert. Das Denkmal umfasst auch einen Steinblock neben der Statue mit einer Liste der wichtigsten Förderer. Hochrangige Vertreter dreier Nationen (Slowakei, Ungarn und Polen) sowie Kirchenvertreter waren bei der Einweihung anwesend. Der stellvertretende Ministerpräsident Pál Csáky, J. Čaplovič und der polnische Verteidigungsminister Zenon Kosiniak Kamysz hielten Reden bei der Einweihungszeremonie. Der Bürgermeister von Párkány nahm an der Übergabe nicht teil. Anlässlich der Einweihung des Denkmals fand im Rahmen einer zweitägigen Feier eine internationale Konferenz statt, deren Beiträge auch in Buchform unter dem Titel „Die Vergangenheit und Zukunft des freien Mitteleuropas“ (in Gedenken an A. Przewozník) veröffentlicht wurden. Das Buch erschien 2014 in slowakischer und polnischer Sprache. Jedes Jahr im Oktober, am Jahrestag der Schlacht von Párkány, veranstaltet der Verein, der das Denkmal errichtet hat, eine Kranzniederlegung, an der stets Vertreter der Stadtverwaltung Esztergom und zivilgesellschaftlicher Organisationen teilnehmen. Das Städtische Kulturzentrum legte 2014 im Rahmen eines eigenen Programms erstmals einen Kranz nieder. Auch ungarisch-polnische und slowakische Staatssekretäre nahmen an den Kranzniederlegungen teil. Jedes Jahr legen zudem zahlreiche polnische Touristen Blumen und Fahnen am Denkmal nieder. Im September erweisen polnische Motorradpilger ihrem König die Ehre, indem sie Kränze und Kerzen am Denkmal entzünden. Seitdem wurden im Park mehrere polnisch-ungarische Denkmäler errichtet, weshalb er den Namen „Sobieski-Denkmalpark“ trägt und zu einem Symbol der polnisch-ungarischen Einheit geworden ist. Am 1. September 2010 wurde der Gedenkstein für polnische Flüchtlinge eingeweiht und ein weiterer Gedenkstein für Andrzej Przewoźnik errichtet, der beim Flugzeugabsturz von Katyn ums Leben kam. Przewoźnik sah es als seine wichtigste Aufgabe an, das historische Bewusstsein der leidgeprüften polnischen Nation zu stärken und das nationale Gedächtnis zu bewahren. Zu diesem Zweck initiierte und leitete er den Bau und die Renovierung von Soldatenfriedhöfen und Denkmälern, die dem Andenken an die polnischen Soldaten dienen, die in Polen und anderen Ländern, darunter auch in Polen, heldenhaft gefallen sind.

Inschrift/Symbol:

JAN III / SOBIESKI / „VENIMUS VIDIMUS / ET DEUS VICIT“ / „Johannes (III.) Sobieski. König von Polen, Retter Europas. / An diesem Ort kämpfte er am 9. Oktober 1683 eine siegreiche Schlacht, die zur endgültigen Befreiung Ungarns und der besetzten Gebiete von der türkischen Herrschaft führte.“

Inventarnummer:

234

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Párkány   (Sobieskeho 364/12, 943 01 Štúrovo, A katolikus templom mögötti téren látható. A sétáló utca Duna felőli oldalától Nána felé az "öregfürdőnél" a fő út jobb oldalán.)