Reformierte Kirche in Nemesradnót

Reformierte Kirche in Nemesradnót

Gebäude, Struktur

Im Jahr 1423 war es das Gut des Schatzmeisters János Nagy von Pelsőczi, bekannt als Radnotfalua. Im 17. Jahrhundert erwarben sich seine wohlhabenden Bauernfamilien durch ihre Ablösung den Adelsstand. In der Neuzeit war es eine Adelssiedlung, die ab 1906 den Namen Nemesradnót trug. Die Bewohner der Siedlung waren seit dem Ende des 16. Jahrhunderts Calvinisten. Ihre Kirche wurde nach den Plänen von Mihály Kalla, einem Architekten aus Rimaszombat, erbaut. Auch die Zeichnung ihrer Vorgängerkirche ist erhalten. Die imposante Kirche steht inmitten eines offenen Platzes. Der Turm wurde vor dem Kirchenschiff errichtet, und zwei Seiten werden von einem etwas schmaleren Teil umschlossen. Ihr Eingang ist halbkreisförmig, ihre Fenster sind gerahmt, darüber befindet sich eine Inschrift in einem vorspringenden Ecktympanon, darüber ein halbkreisförmiges Fenster, dann eine Arkadenreihe, die sich um die Kirchenwand zieht. Das abschließende Tympanon ist von einer Reihe Zickzacklinien eingefasst und enthält ein umgekehrtes Schlüssellochfenster. Die Nische erstreckt sich zu den beiden Seitenflügeln und trägt eine Urne. Der Turm ist zweigeschossig und besitzt beidseitig Arkaden, unten ein Rundfenster und darüber Doppelfenster. Im abschließenden Gesims befindet sich eine Turmuhr. Der Helmzier ist schlank, zwiebelförmig und im oberen Bereich tropfenförmig. Sie ist mit einem Knopf und einem Hahn verziert. Über dem Eingang befindet sich die Jahreszahl 1895. Das Kirchenschiff ist gewölbt und weist an beiden Längswänden halbrunde Fenster auf. Das Gewölbe wird von kannelierten Säulen mit goldverzierten Kapitellen getragen. Säulen mit abgeschrägten Ecken und gegliederten Kapitellen an beiden Enden tragen die korbförmige Brüstungsgalerie, die durch drei horizontale Rechteckfelder unterteilt ist. Die Kanzel ist aus braun lackiertem Holz gefertigt und mit vergoldeten Verzierungen versehen. Sie ist in das Kirchenschiff integriert und trägt an ihrer gegliederten Vorderseite drei vergoldete Barockblätter. Der fünfeckige Korb ist unten gegliedert und schwingt sich bogenförmig zum abschließenden Quastenende. Seine Seiten werden von Pilastern mit goldenen Kapitellen unterteilt, und sein Rahmen besteht aus goldenen „S“-Elementen, die im unteren Teil liegen und im oberen Teil stehen. Auf der Rückseite der Kanzel befindet sich eine beschriftete Tafel. Quasten hängen vom sechseckigen, gegliederten unteren Gesims der Kanzel herab, darüber befinden sich ein Blatt und eine Reihe von Muschelschalen. Im oberen Teil des Reliefs sind die Buchstaben „N. S. F. P. CS“ eingelegt. Oben befinden sich zwischen den „S“-Elementen Blätter und ein abschließender Stern. Der Mosesstuhl steht neben der Kanzel. Seine erhöhte Rückenlehne biegt sich wie ein Baldachin nach vorn und ist oben mit einem gezackten Dekor versehen. Die Enden der Bänke sind verziert, ihre ausgestellten Beine haben geschwungene Kanten, und an der Vorderkante der Sitzfläche hängt ein kleines Element herab. In der Mitte befindet sich eine vierblättrige Blume in einem quadratischen Rahmen. Darüber ist ein Kreis mit einer tropfenförmigen Öffnung, dahinter ein Dreieck mit gelappter Hypotenuse. Zu beiden Seiten der Kanzel befinden sich schwarze Marmortafeln aus dem Zweiten Weltkrieg, eine mit einem reich verzierten Stuckrahmen, Säulen, Urnen und Lorbeerkränzen, die andere mit einem geschnitzten Holzrahmen.

Inschrift/Symbol:

1895 / EIN TAG IN DEINEM GERICHT IST MIR BESSER ALS TAUSEND TAGE // GESEGNET / DIE DIE WOHNEN / IN DEINEM HAUS / PSALM 8,45. // 1895 / EIN STARKER TURM / DES HERRN / NAMES / WIRD WEITERHIN / DIE WAHRHAFTEN UND / MUTIGEN / WERDEN SEIN / DIESER TEMPEL / ERBAUT / FÜR DEN HERRN / IM JAHR 1875 / REPARIERT / IM JAHR 1994

Inventarnummer:

2064

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Nemesradnót, Radnót   (a falu központjában)