Reformierte Kirche in Hanva

Reformierte Kirche in Hanva

Gebäude, Struktur

Die ersten erhaltenen schriftlichen Quellen erwähnen das ungarische Dorf Árpádischer Herkunft im 13. Jahrhundert. Seine mittelalterliche Kirche, das Kloster des Hanva-Clans, von dem heute keine Spuren mehr vorhanden sind, stand auf dem Tempelberg. Das an dieser Stelle errichtete Kirchengebäude, das noch heute steht, ist eine der charakteristischsten klassizistischen reformierten Kirchen. Es überragt das geschichtsträchtige Dorf und scheint die sanft hügelige Landschaft zu beschützen. Der Bau begann 1832 und wurde 1837 abgeschlossen. Die gedrungene, massive Form des Kirchenschiffs vermittelt ein Gefühl der Beständigkeit. Der luftige, helle und imposante Innenraum mit flacher Decke ist in Segmente unterteilt. Der zentral platzierte Altar und die Kanzel sind von überall gut sichtbar. Die Arkadengalerie, die sich im Osten und Westen erhöht, wird von einem preußischen Gewölbe getragen. Die Mauern des hohen Turms an der Ostfassade der Kirche werden von pfeilerförmigen Säulen eingefasst. Mihály Tompa, der ehemalige Prediger der reformierten Gemeinde Hanva, Freund von Petőfi und Arany und der erste Dichter, der sich nach dem niedergeschlagenen Unabhängigkeitskrieg zu Wort meldete, ruht auf dem Friedhof. Die Gedenktafel an der Wand des klassizistischen Pfarrhauses mahnt uns, sein Andenken zu bewahren. (Die Beschreibung basiert auf dem Werk von Géza Erdélyi: Klassizistische Architektur des Kreises Gömör.)

Inschrift/Symbol:

Wer redet, der rede die Worte Gottes / 1. Petrus 4,11 // Die ganze Erde soll dem Herrn singen. 1. Chronik // Zur Ehre Gottes / Zum Andenken an Mihály Tompa / in dankbarer Hingabe gewidmet / 1893

Inventarnummer:

3707

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Hanva   (A falu északi részén, a fő utcán.)