Reformierte Kirche in Gicen

Reformierte Kirche in Gicen

Gebäude, Struktur

Das ungarische Dorf Árpádischer Herkunft wurde im 12. und 13. Jahrhundert gegründet. Seine alte Pfarrkirche im Zentrum erscheint in den erhaltenen schriftlichen Quellen erst im 14. Jahrhundert, doch man kann annehmen, dass ihr Kern ein älteres, romanisches Gebäude ist. Später wurde östlich davon ein polygonal geschlossener, gotischer Strebepfeilerbau errichtet. Im Barock, vermutlich um 1750, wurde das Langhaus nach Westen erweitert. Der Altarraum erhielt ein neues Gewölbe, das Langhaus blieb jedoch flach. Die älteren, mittelalterlichen Fenster der Kirche wurden ebenfalls zu Halbkreisbögen umgebaut, dem Vorbild der neueren Fenster folgend. Der klassizistische Turm vor der Westfassade mit seinen mit Pilastern verzierten Wänden, dem Glockenturm und dem pyramidenförmigen Spitzhelm wurde im frühen 19. Jahrhundert erbaut. Heute beherbergt er zwei Glocken. In die Wand des Erdgeschossraums des Turms ist aufrecht der Grabstein von Gábor Giczey und seiner Frau, einem Mitglied der Familie Giczey, eingelassen. Die Familie Giczey besaß das Dorf im Mittelalter und gab ihm ihren Namen. Der aus schwarzem Stein gehauene Grabstein trägt ein Wappen. Die Kirchenorgel verfügt über sechs Register und wird pneumatisch geschaltet. Das Dach der Kirche wurde 1980, die Fassade 2000 und der Innenraum inklusive Fußböden, Elektrik und Beleuchtung 2002 renoviert. Das Pfarrhaus wurde 1958/59 erbaut. Es besteht aus einer dreiräumigen Pfarrwohnung, einem Büro mit separatem Eingang und einem Gemeindesaal. Im Jahrhundert der Reformation konvertierte die Bevölkerung des Ortes 1595 zum Calvinismus und nutzt bis heute ihre alte Kirche.

Inschrift/Symbol:

Gnade sei mit euch und Friede.

Inventarnummer:

1921

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Gice   (a falu központi teresedésén)