Reformierte Kirche Ekelen

Reformierte Kirche Ekelen

Gebäude, Struktur

Ein Teil der Dorfbevölkerung konvertierte relativ schnell zum reformierten Glauben. Bereits im 16. Jahrhundert gab es im Dorf eine reformierte Kirche. Die heutige Kirche wurde Anfang des 19. Jahrhunderts, zwischen 1801 und 1804, im klassizistischen Stil erbaut. Die Gedenktafel über dem Eingang trägt die Jahreszahl 1802. Das Gebäude wurde mehrmals restauriert: 1901, 1908 und 1980 (Dachreparatur). Die Kirche gehört zum Typ der Hallenkirchen. Sie besitzt einen vorspringenden Turm und eine gerade Decke, die von drei Arkaden getragen wird. Auf der Decke sind zwei Jahreszahlen zu lesen: 1803 (Baujahr) und 1901 (Jahr der Restaurierung). Die Fassaden der Kirche sind durch Bogenfenster, Wandbänder und ein abschließendes Gesims gegliedert. Der Turm steht auf der Mittelachse der Spitzbogenfassade, die durch ein Rustikaband in der Mitte und weitere Gesimse unterteilt ist. Sie ist von einem flachen Kuppeldach bedeckt. Im Vestibül befindet sich die Gedenktafel für den reformierten Prediger János Száki, der von 1668 bis 1672 in Ekelen wirkte. Die Gedenktafel für den zum Tode durch Verbrennen verurteilten Prediger wurde zum 300. Todestag angebracht. An der Wand des Kirchenschiffs befindet sich die Gedenktafel für die im Ersten Weltkrieg gefallenen reformierten Gläubigen, ein Werk des Steinmetzes Viktor Komáromi. Eine weitere Gedenktafel im Kirchenschiff wurde zum 400. Jahrestag der Verkündung der Reformationsthesen am 31. Oktober 1917 angebracht. Die hölzerne Kanzel stammt aus der Bauzeit der Kirche und ist mit Schnitzereien und einem Baldachin verziert. Der Altar wurde 1896 gefertigt und der Kirche von der Witwe von János Tuba gestiftet. Die Platte ist aus rotem Marmor, die Holzbeine sind jüngeren Datums. Ein gotischer Kelch aus dem 15. Jahrhundert ist in der Kirche erhalten geblieben, der jedoch Veränderungen im Stil der Spätrenaissance (1618) aufweist. Der Zinkkessel stammt aus dem Jahr 1718. Die Pfarrei wurde zur Zeit des Kirchenbaus gegründet. Es handelt sich um ein eingeschossiges Gebäude mit L-förmigem Grundriss. Die sechsachsige Hauptfassade ist durch längliche Fenster mit Brüstungen und Zierrahmen gegliedert. Die Ecken sind mit Rustika verziert, deren Elemente abwechselnd plastisch und flächig wirken. Im Innenhof befindet sich ein offener Säulengang. 1924 erwarb die reformierte Kirche eine neue Glocke mit einem Gewicht von 295 kg.

Inventarnummer:

2017

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Ekel   (-)