Reformierte Kirche Felsővály, Außenansicht
Gebäude, Struktur
Die älteste Kirche im Vály-Tal wurde in Felsővály, vermutlich im 11. Jahrhundert, erbaut. Die der Jungfrau Maria geweihte Kirche wird auch in den Listen der päpstlichen Zehntsammler aus dem frühen 14. Jahrhundert erwähnt und war lange Zeit die einzige Kirche im Tal. 1426 findet sich in zeitgenössischen Dokumenten der Name des Dorfes als Valy und Waal. Während der Hussitenzeit kam es an der Dorfgrenze zu Auseinandersetzungen zwischen Ungarn und Tschechen. Auch der Bau der Wehrmauer der Kirche lässt sich in diese Zeit datieren. Im Zuge der Reformation konvertierten die Bewohner des Vály-Tals zum reformierten Glauben, und so wurde auch die Kirche reformiert. Die mittelalterliche Kirche brannte 1619 ab, wurde aber 1622 wieder aufgebaut. Ihre Befestigungsanlagen waren gut erhalten und boten den Bewohnern der Siedlung zuverlässigen Schutz vor türkischen Überfällen. Im Inneren der Kirche sind eine hölzerne Empore, Bänke und eine mit Malereien verzierte Decke zu sehen. Der hölzerne Glockenturm neben der Kirche stammt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert. Bischof Géza Erdélyi schreibt in seinem Werk „Klassizistische Architektur des Kreises Gömör“ über die Kirche: Das Gebäude, das mit der Reformierten Kirche von Borzova und Zeherje in Verbindung gebracht werden kann, wurde 1622 erbaut und ist eine der ältesten reformierten Kirchen. Es wurde 1777 erweitert. Ein Teil der hölzernen Kassettendecke stammt aus der Bauzeit der Kirche, der andere Teil aus der Erweiterung. An den Wänden befinden sich Gedenktafeln, die wichtige Momente der Gemeindegeschichte verewigen, darunter das Andenken an den Prediger István Kállai, der 1676 zur Galeerenstrafe verurteilt wurde. Die überdachten Bänke der Familien Kalos und Lőkös standen gegenüber der Kanzel. Diese beiden Familien spielten zuvor eine wichtige Rolle sowohl in der Kirche als auch im Dorfleben.