Reformierte Kirche

Reformierte Kirche

Gebäude, Struktur

Die reformierte Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. Zu ihren besonderen Schätzen zählt die Kanzel im barock-klassizistischen Stil. Die Denkmalschutzbehörde des Bezirks schreibt über die heutige Kirche, die dritte im Dorf: „Sie wurde 1792 erbaut und später leicht verändert. Sie hat ein geschlossenes, einschiffiges Kirchenschiff mit einem angebauten Turm und einem geraden Dach… Der Turm besitzt ein neobarockes Dach mit einer Uhr. Der Innenraum ist schlicht gehalten, mit einem Chor auf beiden Seiten… Die Kirche hat eine Fläche von 234 m², ist 28 m lang und 9 m breit.“ ; ; Einer der bekanntesten Pfarrer der Gemeinde war Márton Sajószentpéteri, der vor über 350 Jahren zum Pfarrer gewählt wurde. Er wurde im Komitat Borsod (Ungarn) geboren und war ab 1666 Mitglied der Gemeinde Hetény. ; Im königlichen Ungarn verschärfte sich die Verfolgung der Protestanten in den 1670er Jahren, die mit den Zentralisierungsbestrebungen des Habsburger Monarchen zusammenhing. Der sogenannte Galeerenprozess markierte den Höhepunkt dieser Entwicklung hinsichtlich Ausmaß und Folgen: 1674 wurden mehrere hundert protestantische Pfarrer in Bratislava vor Gericht gestellt und kollektiv des Hochverrats angeklagt. Die Pfarrer hatten drei Möglichkeiten: entweder ihr Amt niederzulegen, ins Exil zu gehen oder zum römisch-katholischen Glauben zu konvertieren. Die Mehrheit der Angeklagten akzeptierte die Bedingungen, doch einige Dutzend Pfarrer weigerten sich. Das Schicksal der Widerständler war die Galeerensklaverei in der Adria, aus der sie 1676 mit niederländischer und schweizerischer Hilfe befreit wurden. Im Album des Zürcher Professors Johann Heinrich Fries (1639–1718) findet sich auch der Name Martin von St. Peter: 118r Martinus Sajo Szent Petrin. 24. Juli 1676. Dieses Album enthält die Namen der Prediger, die als Galeerensträflinge hierher deportiert wurden. Zürich spielte eine führende Rolle bei der Unterstützung der Galeerensträflinge, indem es maßgeblich an der Spendenaktion der evangelischen Kantone beteiligt war und sich anschließend auch um das Schicksal der Galeerensträflingsprediger kümmerte: Es nahm alle Verfolgten auf und sorgte für ihre Versorgung. Archäologische Ausgrabungen brachten die Überreste einer mittelalterlichen Kirche im Unteren Hanffeld zutage. Sie ist 10,9 m lang und 6,26 m breit. In der Mitte des Gebäudes wurde ein umgedrehter Kessel gefunden, der vermutlich zur Aufbewahrung von Schätzen diente.

Inventarnummer:

739

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Hetény   (Templom utca 267 - Kostolná 267)