Pogrányi-Volkstracht
Sonstige - andere
Die Tracht von Zoboralja zählt zu den schönsten im Hochland. Sie besticht durch ihre reiche und harmonische Farbgebung, insbesondere die Festtracht. Im Laufe der Jahrhunderte hat sie sich stark verändert; ihre heutige Form entstand größtenteils in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Innerhalb Zoboraljas weisen die einzelnen Trachten zwar Ähnlichkeiten auf, doch jedes Dorf hat seine eigenen typischen Merkmale. Die Tracht von Pográny zeigt Verwandtschaften mit denen von Alsóbodok, Nyitragesztéve, Csitár und Nyitragerencsér, doch im Zuge der Verbürgerlichung sind einige ihrer Merkmale zurückhaltender geworden. Die älteste Abbildung einer Tracht in Zoboralja zeigt ebenfalls die Festtracht von Pográny aus dem Jahr 1837 (Studie von Ferenc Drnovszky in der Zeitschrift Regélő). Heute tragen nur noch wenige ältere Frauen die Tracht in ihrer ursprünglichen Form (die dunkle, altersgemäße Variante), doch an hohen Feiertagen (wie dem Herz-Jesu-Fest oder dem Dorffest) tragen einige noch immer die aufwendigere Festtagstracht, die insbesondere von Mitgliedern der Folkloregruppe bewahrt wird. Auch die Kindertrachten wiesen einige charakteristische Elemente auf, wie den mit Rüschen besetzten Kecellós-Rock oder die Süsücske. Die Tracht der Frauen bestand aus einem Hemd oder einem langen Hemd (mit Leinenärmeln, Gyócsajjú, Rüschen usw.), einer Weste (sogenannter Bekobung Pruszlik oder Füles Pruszlik), einem Pendely (hier Pendő genannt), einem Rock (anders als in anderen Dörfern war der Unterrock hier nicht unter dem Hauptrock sichtbar; die Rückseite des Rocks wurde durch einen sogenannten Rüschensaum betont), einem ärmellosen Oberteil (Kabajka), einem Schal und einer Kopfbedeckung (Haube, Schal) oder einer Halskette. Als Schuhe trugen sie Stiefel oder Pantoklen. Die Braut kleidete sich aufwendiger und trug ein Kopftuch (verziert mit Lippenstiftbändern, Fingerhüten, Sicheln usw.). Die Kleidung der Männer war relativ einfach, eher allgemein gehalten und weit verbreitet (sie trugen Leinenhosen zur Arbeit, und Hut und Zylinder waren unverzichtbare Accessoires für festliche Anlässe). Sie trugen Stiefelriemen um die Füße.