Thermalquelle Pogrányi
Sonstige - andere
Mitten im Dorf liegt ein See, der im Volksmund Nagypatak (früher auch Mocsolya genannt) heißt. Er wird von mehreren Thermal- und Kaltwasserquellen gespeist. Ältere Schriften bezeichnen ihn auch als Erzwassersee, und einige seiner Quellen tragen ebenfalls volkstümliche Namen: Kis Harang, Nagy Harang und Korpás Harang (manche gehen davon aus, dass der See von 20 bis 40 kleineren Quellen gespeist wird, von denen einige unter der nahegelegenen Betonstraße hervortreten). Das Wasser stammt aus den nördlich gelegenen Karstkalksteinbergen, beispielsweise aus den Karstspalten von Mál und Koloni-hegy. Hydrologen vermuten jedoch auch eine Verbindung zum Wassersystem des weiter entfernten Zsibrica. Die Oberfläche des Sees friert selbst bei kältestem Wetter nicht zu, und im Winter steigt dichter Nebel über ihm auf. Die Ergebnisse der chemischen Analyse wurden Mitte des 19. Jahrhunderts (1864) von Dr. József Chrenóczy Nagy, einem renommierten Arzt aus Nitra, veröffentlicht (basierend auf der Analyse von Dr. E. J.?). Das Wasser enthält Calcium, Magnesium und Natrium sowie unter anderem Sulfate, Chloride, Carbonate und Spuren von Phosphaten und Silikaten. Der Kohlensäuregehalt ist gering. Quellen aus dem Jahr 1898 berichten ebenfalls von einer ähnlichen Zusammensetzung. Das heutige Flussbett entstand 1923, als an einer Seite Balken gefunden wurden, die auf eine ältere Nutzung hindeuten (einigen naiven Annahmen zufolge befand sich hier ein römisches Bad). Auch ältere Quellen erwähnen das Bad, beispielsweise János Korabinszkys geographisches Wörterbuch von 1786. 1941 stellte Ákos Gyürky zudem fest, dass es nicht ausreichend genutzt wurde. Das Gewässer wurde in den 1960er Jahren gereinigt, und seine Halbinsel wurde in den 1980er Jahren zusammen mit der darauf stehenden, dominanten Weide entfernt. Das eutrophierte Wasser ist heute Lebensraum für Wildenten, verwilderte Prachtschildkröten, gelegentliche Angler und selten Badegäste. An seinem Ufer steht ein altes Mühlengebäude, das zu einem Restaurant umgebaut wurde. Seine zukünftige Nutzung, möglicherweise die Trennung von kalten und heißen Quellen, aber vor allem seine touristische Erschließung, steht noch aus. Aufgrund der aktuellen Verdünnung kann von keiner medizinischen Wirkung ausgegangen werden.