Feiertage am Grenzübergang Pográny
Sonstige - andere
In den meisten Orten finden die meisten kirchlichen Zeremonien in der Kirche und anderen kirchlichen Gebäuden statt. Dorffeste (Abschiedsprozessionen, Osterprozessionen, Sonntagsprozessionen usw.) sind seltener. Diese finden oft im Inneren der Siedlungen oder in Kirchgärten statt. Nur noch wenige Orte im gesamten ungarischsprachigen Raum sind erhalten geblieben, wo die Dorfgrenze oder ein Teil davon traditionell besucht wird. In Pográny haben sich einige solcher Feste erhalten, die den landwirtschaftlichen Charakter des Dorfes, seine traditionelle Verbundenheit und den Respekt vor der Natur bezeugen. Das erste dieser Feste ist die Weizensegnung am Markustag, dem 25. April. Zu diesem Zeitpunkt verlässt die Prozession, angeführt vom Priester, die Kirche und zieht zu einem Abschnitt der Dorfgrenze, wo sich ein junges, grünes Weizenfeld befindet. Im Rahmen der kirchlichen Zeremonie wenden sich die Gläubigen den Himmelsrichtungen zu und beten für eine gute Ernte. Anschließend segnet der Priester den Weizen. Danach nimmt jeder einige geweihte Weizenhalme mit nach Hause, die für das Wachstum der Feldfrüchte und den Schutz des Viehs verwendet werden. Am 25. Mai ist der Gedenktag des Heiligen Orbán. An diesem Tag zieht eine Prozession von Winzern und anderen Gläubigen zu einer der Statuen des Heiligen Orbán („Urbánka“), um zu beten (einmal nach Cserhát, einmal zum Weinberghügel Poronna). Anschließend findet dort ein geselliges Beisammensein mit Weinliebhabern statt. Zehn Tage vor Pfingsten ist Gründonnerstag. Die drei Tage davor werden in Pográny Kreuztage genannt. An dieser Zeit beten die Menschen an den Kreuzen in den drei Dörfern der Pfarrei Pográny: Montag in Alsóbodok, Dienstag in Nyitrageszté und Mittwoch in Pográny (die Reihenfolge kann variieren). Früher überquerten die Bewohner der drei Dörfer die Grenze, gingen aufeinander zu und begleiteten sich dann ein Stück des Weges zurück zur Kapelle an der Grenze, wo sie für eine gute Ernte beteten. Heutzutage gehen die meisten Menschen nur noch in ihrem eigenen Dorf zur Messe und beten dort am Kreuz, oder manche fahren lieber mit dem Bus oder Auto ins Nachbardorf.