Peter Madacs, Madach
Sonstige - andere
* Veszverés, 28. Februar 1729 – † Rimaszombat, 20. November 1805 / Arzt, Fachschriftsteller; Er stammte aus einer Leibeigenenfamilie, doch sein Vater, ein Bauer, beherrschte Latein. Ab 1742 studierte er in Csetnek, ab 1744 in Késmárk und ab 1749 in Lőcse. 1750 ging er, wie seine lateinisch verfasste Autobiografie belegt, nach Debrecen, um dort auch Ungarisch zu lernen. Hier wurde er unter anderem von Professor István Hatvani (Rimaszombat) unterrichtet. 1754 ging er nach Boroszló, wo er als Apothekergehilfe arbeitete und nebenbei – in ärmlichen Verhältnissen lebend, verschiedenen Widrigkeiten ausgesetzt und sogar ausgeraubt – sein Medizinstudium fortsetzte. Aufgrund des Österreichisch-Preußischen Krieges floh er nach Halle und dann nach Wittenberg, wo er sich 1757 an der Universität immatrikulierte und sein Studium 1770 mit Unterstützung seiner Gönner erfolgreich abschloss. In der Zwischenzeit, 1762, wurde er Leiter des Wittenberger Autopsiemuseums. 1765 kehrte er nach Boroszló und von dort nach Ungarn zurück. Da ihn sein Vater verstoßen hatte, ging er erneut ins Ausland: nach Leipzig, Wittenberg und schließlich nach Berlin. 1771, nach Erhalt seines Doktortitels, kehrte er nach Ungarn, nach Rozsnyó, zurück und wurde 1772 zum Chefarzt des Komitats Liptó ernannt. 1774 wurde ihm sein Doktortitel durch eine weitere strenge Prüfung an der Medizinischen Universität Nagyszombat anerkannt. 1776 lud ihn der Komitat Kishon ein, dort als Arzt zu arbeiten, und er ließ sich in Rimaszombat nieder, wo er bis zu seinem Tod lebte. 1788 erstellte er eine Liste der im Komitat tätigen Hebammen, Apotheker und Apotheker. Dieses interessante Dokument zur Medizin- und Ortsgeschichte enthält auch Vorschläge zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung, insbesondere der Hebammenausbildung. Er gilt zudem als Vorreiter der Zuckerproduktion in Ungarn: Er stellte süßen Sirup aus Maisstängeln her, den er jedoch nicht ausreichend eindicken und kristallisieren konnte. Seine Hauptwerke: De modo regenerationis vasorum… (Dissertation), 1770; Theoria affinitatum chemicarum, quam… in regia univ. Tyrnaviensi publicae disquisitioni submittit, 1774 (weiterführende Dissertation für die Universität Nagyszombat).