Ringpeitsche auf Gömörpéterwall

Ringpeitsche auf Gömörpéterwall

Sonstige - andere

Die Peitsche war in erster Linie ein Werkzeug der Hirten, fand sich aber auch häufig im Besitz des einfachen Volkes und in Kinderhänden. Da man damit laut peitschen konnte, weckte sie die Begeisterung der Kinder! Wir kennen verschiedene Arten des Peitschenhiebs, deren Namen sich hauptsächlich nach der Art des Hirten richteten, der sie benutzte. Es gab keine festen Regeln dafür, aber ein altes Beispiel belegt dies: die „csikós“, die „kanász goulyás-csordás“. Hirten benötigten nicht unbedingt eine Peitsche, ihr Arbeitsgerät war der Hakenstock; dennoch konnte fast jeder mit der Peitsche umgehen. Der Wettbewerb bestand darin, wer am weitesten mit der Peitsche schlagen konnte, und wer sie häufiger in der Hand schwang, konnte sie sogar präzise treffen und nicht nur laut schlagen! „Ich wusste es schon damals, als ich ein Kind war. Damals, draußen in der Wildnis, hatten wir alles so. Dort gab es richtige Gesetzlose. Wenn ein Hirte keine Peitsche hatte, war er kein Hirte, oder wenn er sie nicht treffen konnte, war er auch kein Hirte! Manchmal wurden Stöcke aufgestellt, und wir versuchten, sie zu treffen, aber wie Kinder. Nun, das war unser Spiel in der Wildnis.“ (István Ádám – Barna Bodajszi) „Wir flochten die Peitsche aus Hanf, achtzackig. Wir ritten auf den Ochsen, und wenn die Ochsen frei waren, brachten wir sie auf die Weide. Ich konnte die Ochsen genau treffen. Ich habe gelernt, wie man sie macht, von meinem Großvater. Sie wurde von Hirten benutzt, die zum Singen ins Haus kamen. Sie benutzten sie.“ (Géza Illés)

Inventarnummer:

13725

Sammlung:

Werte-Repository