Paul Jedlicska
Sonstige - andere
* Alsólopassó, 14. Januar 1844 – † Nagyszombat, 26. Februar 1917 / Römisch-katholischer Priester, Kirchenschriftsteller, Lokalhistoriker; Er absolvierte sein Gymnasium in Nagyszombat und studierte Theologie in Esztergom. 1866 wurde er zum Priester geweiht. Zunächst war er Kaplan in Csesztén, dann in Budapest. Später wirkte er als Pfarrer an verschiedenen Orten und wurde 1882 zum Subdiakon und Schulinspektor der Pfarrei Szomolány ernannt. Anschließend wurde er Domherr in Esztergom, Vikar des Erzbischofs von Nagyszombat und ab 1908 Erzdiakon von Nitra und Direktor des erzbischofseigenen Priesterseminars. Neben seiner priesterlichen Tätigkeit zeichnete er sich auch als Historiker aus. 1873 wurde auf seine Initiative hin der Archäologische Verein des Gespans Bratislava gegründet. Im Auftrag von Flóris Rómer stellte er das in den Gespanschaften Bratislava und Nyitra gesammelte slowakische ethnografische Material für die Wiener Weltausstellung zusammen. Auf Anfrage des Nationalen Denkmalkomitees erstellte er 1872–1875 Grundrisse von Burgen und mittelalterlichen Kirchen sowie Zeichnungen von Kirchendenkmälern. 1875 ernannte ihn der Minister für Religion und Volksbildung, Ágoston Trefort, zum Sondermitglied des Nationalen Denkmalkomitees. Während seiner Zeit als Pfarrer in Felsődiós sammelte er die archäologischen und ethnografischen Fundstücke der Region und ließ sie in zwei Räumen des Erzbischöflichen Gymnasiums in Nagyszombat unterbringen. 1915 war er einer der Gründer der St.-Stephanus-Akademie. Neben Werken zu kirchlichen Themen verfasste er auch lokalgeschichtliche Studien und Biografien (darunter solche über Miklós Pálffy und János Don Bosco).