Nicholas Fischer
Sonstige - andere
* Prešov, 18. Dezember 1855 – † Igló, 24. September 1930 / Mathematik- und Physiklehrer, Forscher der Hohen Tatra; Er schloss 1875 die Schule in seiner Heimatstadt ab und legte 1879 an der Universität Budapest das Staatsexamen für Mathematik und Physik ab. Von 1880 bis 1922 war er Lehrer am Evangelischen Gymnasium in Igló und ab 1888 dessen Direktor. Er engagierte sich aktiv im öffentlichen Leben der Stadt und war von 1891 bis 1920 Präsident des Ungarischen Karpatenvereins. Er leistete nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur Arbeit des Vereins, sondern auch zur Wiederbelebung des Tourismus in der Tatra und der Zips. Er initiierte den Bau von Berghütten (z. B. des Schlesischen Hauses) und Straßen in der Tatra, trug zur wissenschaftlichen Erforschung der Region und ihrer topografischen Vermessung bei und machte die Hohe Tatra durch seine zahlreichen Schriften im Ausland bekannt. Oft wanderte er mit seinen Studenten in der Tatra, wobei die Wege ausgebaut und Hinweisschilder aufgestellt wurden. Auch an der Gründung des Karpatenmuseums in Poprad, insbesondere am Aufbau der Bibliothek, war er beteiligt. 1896 wurde auf seinen Vorschlag hin der höchste Gipfel des Landes (heute: Gerlachfalvi) nach Franz Joseph I. benannt.