Nationalflagge von Nagymegyer
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Die lokalen Behörden hatten sich bereits am 2. Dezember 1938 mit der Frage der Nationalflagge befasst, die in Nagymegyer, einem Ortsteil von Tápiógyörgye im Komitat Pest, vorgesehen war. Dies wurde jedoch nicht realisiert, da der Vorstand des Kelenvölgyi-Casinos um den Jahreswechsel 1938/39 mit einem Angebot an die Einwohner von Nagymegyer herantrat, das diese annahmen. Daraufhin wandte er sich am 23. Februar 1939 an den Richter von Nagymegyer, Antal Osváth, und bat darum, dass der Entwurf für die Flaggenbasis kostenlos für das Dorf Nagymegyer erstellt werde. Die Basis wurde schließlich durch Spenden der Bevölkerung finanziert. Die feierliche Einweihung der Nationalflagge fand am 4. Juni 1939 statt. Der Geschäftsführer des „Nationalkomitees für Hochangesehene Nationalflaggen“ berichtete über den Fortschritt. Sein Bericht enthüllt, dass eine Delegation von fast 40 Personen aus Kelenvöly an der Veranstaltung teilnahm. Zu den prominentesten Gästen zählten Mihály Végh, der Geschäftsführer des Großen Komitees, Kálmán Füssy, ein Abgeordneter aus dem Oberen Hochland, und József Berky, der Vorstandsvorsitzende des Casinos. Die Gäste wurden am Festtor von Richter Géza Németh, Notar István Nemes, dem Präsidenten der EMNP, Gábor Nagy, und den Oberhäuptern der beiden Kirchen, dem reformierten Priester Sándor Fekets und dem katholischen Diakon József Marczy, begrüßt. Von dort zog die Menge mit der Fahne zu den beiden Kirchen der Stadt und zum Heldenplatz. Die Zeremonie wurde schließlich am Fahnenfundament fortgesetzt. Reden wurden von den Vertretern der Gäste und Gastgeber sowie vom Schulleiter Pál Hencz gehalten. Ein kulturelles Programm wurde von den Schülern der beiden konfessionellen Schulen und dem römisch-katholischen Chor gestaltet. Die Veranstaltung endete mit dem Gesang der Predigt. Am Fuß des Fahnenmastes befindet sich eine Gedenktafel für die seit 1996 deportierten und vertriebenen ungarischen Einwohner von Nagymegyer.