Nationalflagge
Statue, Denkmal, Gedenktafel
1938 war Érsekújvár nach Bratislava, Košice und Nagyszombat die viertgrößte Stadt im ungarischen Hochland. Gemäß dem ersten Wiener Beschluss wurde Érsekújvár am 8. November 1938 an Ungarn zurückgegeben. Dies hatte natürlich Auswirkungen auf die öffentlichen Bauvorhaben. Im Juni 1940 beklagte ein Artikel in der Zeitung „Érsekújvár és Vidéke“, dass die Stadt noch immer keine Nationalflagge besaß, obwohl die Pläne dafür schon lange vorlagen. Der Sockel der Kossuth-Statue, der 1919 durch Vandalismus beschädigt worden war, aber noch immer steht, wurde von dem Érsekújvárer Bildhauer Ottó Csicsátka in eine Nationalflagge verwandelt. Er meißelte einen Steinblock mit den Porträts von vier Bauern aus Érsekújvár in den Sockel. Darauf befand sich der Fahnenmast, an dessen Spitze, ähnlich der Nationalflagge von Ereklyés in Budapest, eine zum Schwur erhobene Hand zu sehen war. Die Inschrift „KOSSUTH“ ist auf den Fotos des Denkmals deutlich erkennbar. Der Schöpfer brachte an den anderen Seiten des Sockels Wappen an. Die Einweihung fand am Sonntag, dem 22. September 1940, statt. Später wurde das Denkmal, vermutlich aufgrund von Kriegsschäden, auf den Friedhof verlegt, wo es verloren ging.