Mor Lowy
Sonstige - andere
* Bazin, 15. April 1833 – † Paris, 15. Oktober 1907 / Astronom, Mathematiker, Fotograf; Er begann seine Studien in seiner Heimatstadt. An der Universität Wien studierte er Physik und Astronomie. Hier begann auch seine wissenschaftliche Laufbahn: Er erregte vor allem durch die Berechnung der Umlaufbahnen von Kometen und Planeten Aufsehen. 1860 ging er auf Einladung des französischen Astronomen Le Verrier (1811–1877) nach Paris, wo er im Längenamt angestellt wurde. 1878 wurde er stellvertretender Direktor der französischen Nationalsternwarte und 1896 deren Direktor. Er widmete sich hauptsächlich der Himmelsfotografie und verbesserte astronomische Instrumente und Beobachtungsgeräte. Er entwickelte das sogenannte „Ellbogenfernrohr“ (Coude-Refraktor). Er befasste sich auch mit Lichtbrechung, der Bestimmung der Aberrationskonstante und der telegrafischen Längendifferenz wichtiger europäischer Städte (Wien, Berlin, Marseille, Algier usw.). Zusammen mit seinem Kollegen Pierre Henri Puiseux (1855–1928) erstellte er eine große Mondkarte auf Grundlage von etwa 6.000 Mondfotografien. Der Asteroid Nr. 12897 und ein Mondkrater tragen seinen Namen.