Minoritenkirche und Kloster Heiliger Geist in Levoča

Minoritenkirche und Kloster Heiliger Geist in Levoča

Gebäude, Struktur

Die Franziskaner-Minoriten kamen Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts nach Levoča. Ihr erstes Kloster in der Stadt ist seit 1309 belegt. Während der Reformation 1544/45 mussten die Franziskaner, wie alle katholischen Institutionen, die Stadt verlassen. In der Zwischenzeit fielen das ehemalige Minoritenkloster und die Kirche neben dem Polnischen Tor in den Besitz der Jesuiten. Als die Franziskaner während der Gegenreformation nach Levoča zurückkehren konnten, erhielten sie die Heilig-Geist-Kirche und das Hospital neben dem Kassai-Tor. Die gotische Kirche, die jahrhundertelang an diesem Ort gestanden hatte, wurde 1747 durch einen Brand zerstört. Die heutige, zur Straße hin gelegene, geschlossene Kirche im spätbarocken Stil mit nahezu Nord-Süd-Ausrichtung, einem einzigen Schiff, einem Satteldach und einem geraden Altarraum wurde 1748–51 erbaut. Sie wurde zwischen 1811 und 1812 erbaut. Ihre nach Norden ausgerichtete, straßenseitige Giebelfassade ist durch Pilaster und Gesimse gegliedert. Ihr asymmetrisch angeordneter Turm schließt bündig mit der Fassade ab und zieht sich zur westlichen Ecke hin. Das Wandgemälde an der Fassade zeigt Symbole des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Das einheitlich barocke Innere der Kirche ist sehr reichhaltig. Die Mauern des gewölbten Kirchhofs sind mit Fresken des Levočaer Malers O. I. Trtina bedeckt. Das Gemälde auf dem Hauptaltar ist ein Werk des renommierten Levočaer Porträtmalers József Czauczik und stellt die Ausgießung des Heiligen Geistes dar. Das Altarbild der Schmerzensmutter links vom Chor wurde 1868 von dem Levočaer Meister T. Böhm gemalt. Die übrigen Gemälde stammen von unbekannten Meistern. Die Reliefs auf den Eichenbänken stellen biblische Ereignisse dar. In der Nacht des 13. April 1950 drangen die tschechoslowakischen kommunistischen Machthaber in das Kloster ein, internierten die Mönche und verstaatlichten das Klostergebäude. Es wurde in zwei Teile geteilt und bis zum Regimewechsel weltlichen Zwecken genutzt. Erst 1993 konnten die Mönche in ihr enteignetes Gebäude zurückkehren. Heute erstrahlt die Kirche nach einer umfassenden Restaurierung wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit.

Inschrift/Symbol:

ANO / 1725

Inventarnummer:

3409

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Lőcse   (Kassai utca 66/2. - Košická 66/2.)