Michael Greisiger

Michael Greisiger

Sonstige - andere

* Tátraalja, 25. Dezember 1851 – † Szepesbéla, 10. September 1912 / Arzt, Naturforscher, Amateur-Entomologe; Er begann seine Schulbildung in seinem Heimatdorf und schloss 1872 das Gymnasium in Keszmárk ab. Anschließend studierte er zunächst Naturwissenschaften an der Universität Wien und wechselte dann an die medizinische Fakultät der Universität Pest, wo er im Dezember 1877 sein Medizinstudium abschloss. Er ließ sich in Szepesbéla nieder, wo er bis zu seinem Tod als praktizierender Arzt in der Stadt und in der örtlichen Tabakfabrik arbeitete. Sein Einzugsgebiet erstreckte sich jedoch auch auf die umliegenden Ortschaften, und er behandelte sogar Patienten aus Polen. Als Arzt engagierte er sich in der Gesundheitsaufklärung: Er setzte sich stark gegen Alkohol- und Tabakkonsum ein und warb für den Tourismus als gesunde Lebensweise. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit erforschte er vor allem die natürlichen Gegebenheiten der Hohen Tatra. Er beschäftigte sich mit Ornithologie, beobachtete Zugvögel, Insekten und Fische, betrieb Paläontologie und erforschte die Flora und Fauna der Zips. Oft begleitete er Viktor Greschik (Lőcse) auf dessen Beobachtungsreisen. Regelmäßig berichtete er dem Ornithologischen Institut in Budapest über Vogelzüge. In Zips legte er einen botanischen Garten mit Heilkräutern an. Er war einer der Gründer des MKE (Missouri Kendra). Seine Insektensammlung wurde vom Gymnasium Keszmárk erworben und befindet sich heute im Stadtmuseum Keszmárk. Er interessierte sich auch für Archäologie und Numismatik; seine archäologische Sammlung und seine Münzsammlung werden im Museum Keszmárk und im Slowakischen Nationalmuseum in Bratislava aufbewahrt. Mehrere Stücke aus seinem Herbarium und seiner Schmetterlingssammlung wurden verschiedenen Schulen geschenkt, gingen aber im Laufe der Zeit verloren. Von seinen vier Töchtern war Greisiger Irma Julianna Botanikerin. Eine weitere Tochter war die Ehefrau von Dr. Károly Mauks Jr. (1870–1940), einem Arzt und Amateurornithologen aus Keszthely. ; ; Seine Hauptwerke: ; Die Kiefernwälder der Hohen Tatra (Touristenzeitung, 1, S. 52–55), 1889; Kulturhistorisches aus Tátragegend (Jahrbücher der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, 24, S. 87–97), 1897.

Inventarnummer:

12636

Sammlung:

Werte-Repository