Erinnerung

Erinnerung

Statue, Denkmal, Gedenktafel

Am 15. Juni 1944, dem Höhepunkt der in der Stadt zuvor erlassenen Judengesetze, wurde das Ghetto im Bereich der ehemaligen Synagoge in der Fő-Straße, der Bacsák-Straße und der Csillag-Straße, in dem etwa 3.000 jüdische Bürger zusammengepfercht lebten, zum Bahnhof gebracht und in sechzig Viehwaggons unter unmenschlichen Bedingungen in Vernichtungslager deportiert. An diesem schwärzesten Tag in der Geschichte der Stadt verlor Dunaszerdahely die Hälfte seiner Bevölkerung: Nach dem Krieg kehrten nur etwa sechshundert Menschen aus den Lagern zurück – zumeist Männer. Fast keines der kleinen Kinder, die mehr als die Hälfte der in den Tod geschickten Menschen ausmachten, kehrte zurück: Sie wurden ausnahmslos ermordet. Im Oktober 1991 wurde das Memento Holocaust Memorial zum Gedenken an die ehemalige jüdische Gemeinde von Dunaszerdahely eingeweiht. Es besteht aus einer Steintafel in Form eines Torsos, die die zerbrochenen und verbrannten Zehn Gebote darstellt. Darunter sind die Fußabdrücke der Opfer zu sehen. Das Denkmal steht an der Stelle der ehemaligen berühmten orthodoxen Synagoge.

Inschrift/Symbol:

Es lautet in drei Sprachen – Hebräisch, Slowakisch und Ungarisch: „In meiner Not rufe ich dich an, o Gott…“

Inventarnummer:

70

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Dunaszerdahely   (Jehuda Aszád tér)