Statue von König Matthias in Sajógömör

Statue von König Matthias in Sajógömör

Sonstige - andere

„König Matthias ist gerecht; König Matthias liebte Witze über alles; König Matthias steht auf und deutet auf den Weinberg. Seht, der Arbeiter arbeitete, während unsere Herren sich vergnügten; Sollten wir sie nicht ersetzen, damit auch sie sich vergnügen können?“ Diese Zeilen sind auf der einen Seite des Sockels der Bronzestatue von König Matthias in Sajógömör zu lesen, die ihn mit einer Hacke darstellt. Auf der anderen Seite steht: „Errichtet von der Bevölkerung von Sajógömör im Jahr 1912 auf Initiative des Rektors und Lehrers Lajos Bogár, finanziert durch Spenden der Öffentlichkeit.“ Von den unzähligen Matthias-Denkmälern ist diese Bronzestatue die bekannteste und uns, den Einwohnern von Gömörország, beliebteste. Sie ist ein großartiges Werk von Barnabás Holló, das den gerechten König mit einer Hacke zeigt. Die Statue steht im Zentrum des Dorfes, vor dem südwestlichen Eingang der lutherischen Kirche an der Hauptstraße, im Park. Die lebensgroße Bronzestatue auf einem niedrigen, pyramidenförmigen Sockel ist ein Werk des Bildhauers Barnabás Holló (1865–1917) und wurde 1914 aufgestellt. (Die Sammlung begann 1912, die Statue wurde 1913 fertiggestellt und 1914 an ihrem heutigen Standort errichtet.) Das durch Spenden der Bevölkerung finanzierte Werk ist einzigartig, da es den bekannten Herrscher nicht in königlicher Tracht, sondern mit einer Hacke in der rechten Hand zeigt. Dies bezieht sich offensichtlich auf die Legende, nach der König Matthias die hochmütigen Herren, die die harte Arbeit der einfachen Bauern nicht achteten, einen ganzen Tag lang den Hang bearbeiten ließ und ihnen nur ihr eigenes Essen gab: Brot und rote Zwiebeln. Der Legende nach ereignete sich diese Begebenheit genau hier in Gömör. Vielleicht war diese Hacke der Retter der Statue, denn nach Trianon fielen die Statuen ungarischer Herrscher, Politiker usw., die außerhalb der Grenzen standen, fast ausnahmslos dem antiungarischen Zorn der Nachfolgestaaten zum Opfer. Im Gegensatz dazu konnte die Statue von König Matthias mit der Hacke sowohl in der ersten Tschechoslowakei nach 1918 als auch in der zweiten Tschechoslowakei nach 1945 an ihrem Platz bleiben. Die Legende um König Matthias kann man unten lesen. Einst war König Matthias zu Gast in Gömör. Er vergnügte sich mit den örtlichen Adligen und speiste mit ihnen. Sie tranken den guten Gömörer Wein. Sie erhoben die glänzenden goldenen Becher. Sie prosteten dem König zu, tranken auf den Wohlstand des Landes und auf die Gesundheit der anderen. Sie priesen den Berg, der solch einen herrlichen Saft spendete. Nur eines vergaßen sie: den armen Mann, der den guten Wein kelterte. König Matthias sprach: „Meine Herren, haben wir bei dem großen Segen jemanden vergessen?“ Die Herren grübelten angestrengt, doch ihnen fiel nichts ein, was sie segnen sollten. „Segnen wir etwa nicht den armen Weinbergsarbeiter, dem wir den guten Wein verdanken?“, fragte der König. „Denken wir nicht an denjenigen, der die Trauben geerntet hat?“ Die Herren sahen sich an. Einer von ihnen sagte: „Das ist doch nichts! Dafür braucht man keine Intelligenz.“ „Nun, wenn nichts, dann gehen wir morgen früh alle hinaus auf den Berg zum Hacken!“, sagte der König mit rauer Stimme. Die Herren wagten nicht zu widersprechen. Am nächsten Morgen führte Matthias die Herren hinaus in den Weinberg, auf den Berg. Die Bauern frühstückten unter den Bäumen. Es gab Zwiebeln, Brot und Speck. „Puh! Aber die riechen ja furchtbar!“, verzog einer der Herren das Gesicht. König Matthias tat, als höre er nichts, doch es entging ihm nicht. Die Herren nahmen die Hacken der Arbeiter und begannen, den steilen Berghang hinaufzugraben. Matthias befahl ihnen, von oben nach unten zu graben. Natürlich reihte er sich auch ein. Die dickbäuchigen Herren wären beinahe an den steilen Hängen hingefallen, der Schweiß tropfte ihnen herunter. Ihre Augen traten vor Anstrengung hervor. Der König kannte kein Erbarmen und trieb sie bis Mittag ohne Pause an. Mittags konnten sie sich endlich kurz im Schatten ausruhen. Sie waren hungrig und furchtbar durstig. Jeder holte seinen Beutel heraus, in den die Diener Gott weiß welche Köstlichkeiten von zu Hause gepackt hatten. König Matthias erlaubte den Herren nicht, von den selbstgemachten Braten und Eintöpfen zu naschen. Er gab ihnen Zwiebeln, Brot und Speck. So hungrig sie auch waren, selbst das war sehr gut. Sie tranken Wasser dazu und mussten dann wieder graben. Sie hatten das Gefühl, der Abend würde nie kommen, an dem sie endlich nach Hause könnten. Sie verdursteten auch, denn die Zwiebeln und der Speck verlangten nach Wasser. Nun, irgendwie kam der Abend. Die müden, verschwitzten Herren schleppten sich nur mühsam nach Hause. – Ist das Hacken denn gar nichts?, fragte König Matthias den Herrn von gestern. – Oh, Herr, ich hätte nie gedacht, dass es so harte Arbeit ist, aber sie müssen es wohl gewohnt sein. Matthias lächelte bitter. Aus einem Hund wird kein Speck. Die Herren werden das Leben der Armen nie verstehen. Und sie schworen sich, von nun an auch an die Landbevölkerung zu denken. Zumindest taten sie das, bis Matthias König war, doch dann vergaßen sie schnell die Lektion von Gömör. ; ; Sajógömör – ein Dorf im Bezirk Nagyrőce des Kreises Bánya-Biszterce, 3 km nördlich von Tornalja am rechten Ufer der Sajó. Sein Name stammt vom alten ungarischen Personennamen Gömör türkischer Herkunft. Es ist das ehemalige Zentrum und Namensgeber des Komitats Gömör.

Inventarnummer:

13690

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Sajógömör, Gömör