Martin Nagy
Sonstige - andere
* Muzsla, 6. Oktober 1804 – † Szentgyörgy, 5. April 1873 / Doktor der Philosophie, Piarist; Mönch, Lehrer, korrespondierendes Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (1844); Er absolvierte das Gymnasium in Esztergom und studierte Philosophie in Győr und Eger. 1824 trat er dem Piaristenorden bei. Von 1828 bis 1829 studierte er Theologie in Nyitra und Szentgyörgy und wurde im September 1829 zum Priester geweiht. Von 1830 bis 1831 war er Lehrer in Kalocsa, von 1832 bis 1834 in Szeged und von 1835 bis 1836 in Pest. Von 1836 bis 1840 war er Pädagoge und Dozent für ungarische Sprache und Literatur am Theresianum in Wien. Von 1842 bis 1844 war er erneut Gymnasiallehrer in Pest und von 1845 bis 1847 Rektor des Gymnasiums in Tatán. Zwischen 1848 und 1856 war er stellvertretender Rektor des Gymnasiums in Szeged und von 1856 bis 1858 dessen Rektor. Von 1858 bis 1870 leitete er das Piaristenkloster in Pest. Diese Tätigkeit wird allgemein kritisch beurteilt: Ihm wird vorgeworfen, das Klostervermögen verschwendet zu haben. Seine vierbändige Enzyklopädie gilt als das erste bedeutende Werk zur Jugenderziehung in ungarischer Sprache. Er gab als Erster einen umfassenden Überblick über die Geschichte der allgemeinen Schulbildung in Ungarn. Seine Hauptwerke: Svacaló, für Lehrer und Schüler I-II, 1843–1845; A keleti lingüésztése. A chinaiak lingüésztése, 1865, ; The Gradual Development of the Child, 1868, ; History of Practical Education, 1868.