Martin Schwartner

Martin Schwartner

Sonstige - andere

* Késmárk, 1. März 1759 – † Pest, 15. August 1823 / Statistiker, Historiker, Universitätsprofessor; sein Vater war ein wohlhabender Kaufmann. Er absolvierte seine Schulbildung in seiner Heimatstadt und in Bratislava. An der Universität Göttingen studierte er Geschichte, Statistik und Diplomatie. 1781 kehrte er in seine Heimat zurück und arbeitete als Hauslehrer für die Kinder von Baron László Prónay, dem Oberhaupt von Csanád. Ab 1784 war er Lehrer in Késmárk und ab 1786 am Evangelischen Lyzeum in Sopron. 1788 ernannte ihn Kaiser Joseph II. zum Professor am Lehrstuhl für Diplomatik und Heraldik der Universität Pest und berief ihn gleichzeitig zum Leiter der Universitätsbibliothek. Diese Funktion übte er bis zu seinem Tod aus. Einer seiner bedeutendsten Schüler war der Rechtshistoriker und Historiker Tivadar Botka (Barsendréd). Sein Hauptwerk, die „Statistik des Königreichs Ungern“, erschien erstmals 1798, gefolgt von zwei erweiterten Auflagen und einer französischen Übersetzung der zweiten Auflage im Jahr 1816. In diesem Werk verband er die deskriptive Methode der deutschen Universitätsstatistik mit der analytischen Ausrichtung der englischen politischen Arithmetik. Es ist das erste Werk, das die Bevölkerungs- und Wirtschaftslage Ungarns jener Zeit systematisch behandelt. Schwartner vermachte seine 12.000 Bände umfassende Bibliothek dem Lyzeum von Keszmárki, zusammen mit einer Stiftung von 15.000 Forint, und stiftete weitere 15.000 Forint für die Verheiratung armer Mädchen aus Keszmárki. Weitere bekannte Werke: Introductio in artem diplomaticam praecipue hungaricam, 1790, De Scultetiis per Hungariam quondam obviis, 1815.

Inventarnummer:

11800

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Kakaslomnic