Krönungssäule der Jungfrau Maria
Sakrales kleines Denkmal
Auf dem Platz vor der katholischen Pfarrkirche in Róka befindet sich die Heilige Dreifaltigkeit, vereint mit der Krönung Mariens. Sie ruht auf einer quadratischen Säule, die sich von einem quadratischen Sockel nach oben verjüngt. An den vier Ecken des Sockels stehen Statuen der Heiligen Johannes Nepomuk, Sebastian, Rochus (?) und Florian. Auf der Säule befindet sich ein quadratisches Podest mit der knienden Jungfrau Maria, deren Hände über der Brust gefaltet sind. Zu ihrer Rechten sitzt Gottvater, zu ihrer Linken ist Gottsohn zu sehen, der eine vergoldete Krone über ihrem Haupt hält. Der Heilige Geist, dargestellt als vergoldete Taube inmitten des darüber liegenden vergoldeten Kranzes, ist aus Metall gefertigt. Die vergoldete Inschrift auf dem Sockel lautet in Ungarisch: „Von der frommen Bevölkerung der Jungfrau Maria, der Schutzpatronin von Sancta Maria, geweiht“. In diesem Fall ist völlig klar, dass die Skulpturenkomposition primär von der Krönungsszene Mariens dominiert wird, mit Vertretern der Heiligen Dreifaltigkeit als Nebenfiguren. Das Chronosikon auf dem Sockel trägt die Jahreszahl 1185, was natürlich absurd ist. Unter den hervorgehobenen römischen Ziffern befindet sich jedoch auch ein ebenso hervorgehobener Buchstabe P, der nicht als römische Zahl interpretiert werden kann. Aufgrund des Stils der Statue und da diese laut lokaler Überlieferung etwa zur gleichen Zeit wie die Pfarrkirche in Somorja errichtet wurde, dürfte er der Jahreszahl 600 entsprechen (freundliche mündliche Mitteilung von László Végh). Die Fertigstellung der Kirche selbst lässt sich auf 1778 datieren (Horváth 2005, 21), das nächstliegende Datum ist 1785, das sich aus dem Chronosikon ablesen lässt. Das Objekt ist von einem schmiedeeisernen Zaun umgeben. Lokale Bezeichnungen: Krönung Mariens, Himmelfahrt Mariens, Einzug Mariens in den Himmel