Kirche Mariä Himmelfahrt, Rožňava
Gebäude, Struktur
Die römisch-katholische Kirche Mariä Himmelfahrt ist das wertvollste Sakralgebäude in Roznájov. Der gotische Bau aus dem 14. Jahrhundert wurde 1403 fertiggestellt. Ursprünglich als Plenarkirche genutzt, diente sie ab 1776 als Bischofskathedrale. Sie wurde von den Hussiten schwer beschädigt. In den Jahren 1514–1516 wurde sie dank der Großzügigkeit von Kardinal Tamás Bakócz, nach dem die Heiligkreuzkapelle benannt ist, renoviert. Um 1550 wurde die Kirche von Evangelischen besetzt. Erst 1670 fiel sie wieder an die Katholiken zurück. Von 1682 bis 1687 gehörte sie unter Thököly erneut den Protestanten. Ihr separater Turm wurde im Zuge der Errichtung des Bistums errichtet. 1777 wurde die Kirche neu gestaltet und die Bakócz-Kapelle wiederaufgebaut. Die Bischöfe von Rožňany – bis einschließlich Schopper – wurden in der Gruft unter der Sakristei der Kathedrale beigesetzt. In einer der Seitenkapellen der Kirche ruhen die Gebeine des Heiligen Netus, die das Bistum unter Bischof Kollartsik vom Papst von Rom geschenkt bekam. Ein wertvolles Tafelbild aus dem Jahr 1513, bekannt als die Rožňanyer Metercia, zeigt die Heilige Anna mit ihrem dritten Leib. Im Hintergrund sind verschiedene Arbeitsschritte der Bergleute dargestellt, von der Vermessung der Grube bis zum Erztransport. Das Gemälde ist die älteste grafische Darstellung des Bergbaus in Mitteleuropa zu jener Zeit. 1937 wurde ein neuer Altar errichtet – die Carrara-Marmorstatue des Herzens Jesu auf dem Altar wurde aus einem Fragment des in Bratislava zerstörten Maria-Theresia-Denkmals im Fadrusz-Stil gefertigt.