Kirche Mariä Himmelfahrt in Igló
Gebäude, Struktur
Die Kirche wurde 1380 im gotischen Stil an der Stelle einer älteren Kirche aus dem 13. Jahrhundert errichtet und besticht durch ihr besonders schönes Portal. Nach einem Brand im Jahr 1435 und einem Erdbeben im Jahr 1441 musste sie wiederaufgebaut werden. Der Wiederaufbau im Barockstil erfolgte 1742 und 1772. Da ihr Turm 1849 bombardiert wurde, musste er in den 1870er Jahren nach Plänen von Imre Steindl erneut errichtet werden. Mit einer Höhe von 87 Metern war der Turm der höchste Kirchturm der Highlands. An den Ecken des Gebäudes befinden sich 3,25 Meter hohe Statuen der vier Evangelisten. An den vier Seiten des Turms befinden sich sieben Zifferblätter, die von einem Uhrwerk angetrieben werden – vier im oberen Bereich und drei etwas tiefer. Die Zifferblätter des 1649 wiederaufgebauten gotischen Turms sind erhalten geblieben. Die Einwohner von Spišské Příž werden aufgrund der vielen Uhren am Turm auch „die Blinden“ genannt. Das Kirchenschiff besitzt ein vierteiliges Kreuzgewölbe, dessen Kapitelle mit geschnitzten Blättern und Tierfiguren verziert sind. Die Säulen sind polychrom gestrichen. Die Gewölbebögen sind mit symbolischen Darstellungen der Evangelisten geschmückt, umgeben von Sonne, Mond und Sternen. Das Sterngewölbe des Altarraums entstand im Zuge des Wiederaufbaus 1771 und ist im barocken Stil gehalten. Das Rippengewölbe der nördlich angebauten St.-Barbara-Kapelle stammt aus dem Jahr 1395 und ist gotischen Ursprungs. Zu den wertvollsten Denkmälern der Kirche zählt das gotische Türsturzportal an der Südseite, dessen Tympanon ein Relief der Krönung Mariens zeigt. Darüber hinaus verdienen die geschnitzte Skulpturengruppe der Mettercia auf dem St.-Anna-Altar sowie das bronzene Taufbecken Beachtung.