Richter Lucian
Sonstige - andere
* Zsitvaújfalu, 4. April 1898 – † Komárom, 15. Mai 1990 / Benediktinermönch, Publizist, Zeitungsredakteur, Lehrbuchautor; ; Er schloss sein Theologiestudium in Pannonhalma ab und erwarb zudem die Qualifikation zum Ungarisch-Lateinlehrer. In den zwei Jahrzehnten nach der Revolution von 1918 war er Lehrer am Benediktinergymnasium in Komárom, einer der Hauptorganisatoren und -führer der ungarischen Pfadfinderbewegung in der Slowakei und Redakteur der Pfadfinder- und Schülerzeitung „Tábortűz“. Er redigierte außerdem Zeitungen der katholischen Kirche („Szűz Mária Új Virágos Kertje“, das „Bulletin der römisch-katholischen Autonomen Gemeinde Komárom“). Er war von 1939 bis 1944 Direktor des Gymnasiums in Pápa, von 1944 bis 1945 Direktor des Gymnasiums in Komárom und bis 1949 Abt des dortigen Klosters. Er gehörte zu denjenigen, die das erzwungene Schweigen der entrechteten Ungarn brachen: 1947 veröffentlichte er ein Gebetbuch mit dem Titel „Miatyánk“ und einen katholischen Kalender für 1948. 1949 wurde er mit seinen Mitbrüdern in der Nordslowakei interniert und wirkte dort als angesehener Seelsorger der slowakischen Gläubigen. 1960 konnte er in die Südslowakei zurückkehren und wurde Pfarrer von Balony, Medve und Nyárad. Während der Ereignisse von 1968 beteiligte er sich aktiv an der Priesterbewegung im Kampf für kirchliche Autonomie. 1970 trat er in den Ruhestand und lebt seither in Komárom, wo er als Weihbischof tätig ist. Wenige Monate vor seinem Tod erhielt er die Áron-Márton-Gedächtnismedaille der Bethlen-Gábor-Stiftung in Budapest. ; ; Werke:Ungarisches Rechtschreibwörterbuch für die gebildete Allgemeinheit und junge Studenten, Komárom 1922, Ungarisches Grammatikbuch für die 5. Klasse der Gymnasien, ebenda 1924, Ungarische Grammatik für die 1.–3. Klasse der Mittel- und Zivilschulen, ebenda 1925. ; ; Literatur:Gyula Koller: B. L. 1898–1990, Remény 1990/8, László Virt: B. L., ebenda 1990/9. ;
T. L.
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