Laszlo Skultéty
Sonstige - andere
* 27. Juni 1738, Hegyesmajtény, – 19. August 1831, Arad / Ungarischer Husar; Geburtsname László Gábris. ; ; Leben ; Geboren am 27. Juni 1738 in Hegyesmajtény (Mojtín), Komitat Trenčín, heute in der Slowakei. Sein Vater war ebenfalls Husar und nahm nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1750 seinen damals 12-jährigen, halbverwaisten Sohn mit zum Ghillányi-Husarenregiment (ab 1752 Hadik-Husarenregiment). Seine Feuertaufe erlebte er mit 18 Jahren im Feldzug des Siebenjährigen Krieges 1756/57, als die ungarischen Husaren unter Husarenoberst András Hadik Berlin eroberten und plünderten. Von da an bis zu seinem Tod kämpfte er in allen Kriegen des Habsburgerreichs gegen Franzosen, Türken, Italiener, Preußen und Russen und nahm an insgesamt 22 Feldzügen teil. Er wurde mehrfach verwundet und aufgrund seines Heldenmuts 1790 zum Gardemeister befördert und zum Regimentsstandartenträger ernannt. Als Kaiser Franz I. 1812 sein Regiment inspizierte, bemerkte er den damals 74-jährigen Standartenträger. Er ging auf ihn zu und sprach mit ihm. Er wollte ihn zum Offizier befördern und von allen Pflichten befreien, doch der alte Tapfere erwiderte, er wolle nur Kornett (Standartenträger) bleiben, da die Standarte nicht aufgegeben werden könne. Er starb 1831 im Alter von 93 Jahren, im 81. Jahr seines Dienstes. Skultétys späteres Leben: Einigen Meinungen zufolge basierte János Garay die Figur seines Werkes „Der Widerspenstige“ auf Skultéty, Háry János, dem großen Rednerhusaren. Anderen Quellen zufolge war Háry János jedoch der Name einer realen Person, die in Szekszárd lebte, und die Geschichten über ihn dienten Garay als Vorlage. Ján Martiš (1931–1990), geboren und wohnhaft in Hegyesmajtény, schrieb zwei Bücher über Skultéty mit den Titeln „Der ewige Soldat des Kaisers“ und „Vier Kaiser im Dienst“. Exhumierung 2013. Ende Mai 2013 exhumierten die rumänischen Behörden seine sterblichen Überreste in Arad. Anschließend wurde er mit einem Flugzeug der slowakischen Luftwaffe zum Militärflughafen Malakka überführt. Dort empfingen ihn der Generalstabschef der slowakischen Streitkräfte und seine Ehrenwache. Laut Zsolt Semjén, dem damaligen ungarischen Vizepremierminister, gab es zuvor keinerlei Anzeichen dafür, dass Skultétys ungarische Herkunft in Frage gestellt werden könnte. Nach einigen Einschätzungen ließ sich die Identität des Husarenfahnenträgers nur anhand von Geburtsurkunden und schriftlichen Dokumenten zweifelsfrei feststellen. Die sterblichen Überreste von László Skultéty wurden in sein Geburtsdorf überführt.