Herrenhäuser des Adels von Pográny
Sonstige - andere
Adelsfamilien in Pográny sind seit dem Mittelalter bekannt, lebten aber zumeist in einer separaten Außensiedlung namens Nemesülés, später Eger (Pogrányiak, Nyáryak, Jánokyak). Das Herrenhaus, das ursprünglich eher einer Burg glich, wurde beschädigt, und heute steht nur noch etwa ein Drittel davon. Es befindet sich im Privatbesitz der Familie Tóth, die es auf eigene Kosten renoviert hat und von einem geschlossenen Privatpark umgeben ist. Im 17. Jahrhundert lebten auch zwei Forgáchs für kurze Zeit in dem Dorf. Die Herrenhäuser und Adelsresidenzen im Inneren von Pográny wurden hauptsächlich von Angehörigen des niederen Adels bewohnt. Noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts standen hier zehn Herrenhäuser, von denen die meisten heute noch erhalten sind. Das bekannteste und älteste ist das Herrenhaus Tarkó im Zentrum des Dorfes, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Nach der Familie Tarkó, die aus dem vor-dialistischen Geschlecht stammte, ging das Gebäude in den Besitz von János Majthényi über, dann kurzzeitig in den Besitz der Familie Jánokyak und schließlich in den der Familie Luchkovics. Später wurde es von der Dorfgemeinschaft genutzt. Heute beherbergt es unter anderem die Post und dient als öffentliches Gebäude. Aufgrund seiner Merkmale aus der Kuruc-Zeit ist das Gebäude ein besonderes Denkmal und sanierungsbedürftig. Unweit davon, gegenüber der Mühle, steht das stattliche Herrenhaus der ehemaligen Mühlenbesitzerfamilie Aujeszky, erbaut Anfang des 20. Jahrhunderts (um 1920). In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts diente es der örtlichen Landwirtschaftskooperative als Bürogebäude. Heute befindet es sich in Privatbesitz und wird derzeit renoviert. Neben dem niederen Adel errichteten auch die Großbauern und einige Familien (z. B. die Czillings, die seit dem 18. Jahrhundert im Dorf leben) weitere Herrenhäuser. Diese Herrenhäuser sind massiver und in der Regel breiter als die Häuser der ärmeren Bevölkerungsschichten. Ihre Fenster sind größer, und sie bestehen aus anderen Materialien – gebrannten oder ungebrannten Lehmziegeln, oft mit Vorsprüngen und Wandrahmen. Auch die dazugehörigen Wirtschaftsgebäude sind größer, sofern sie erhalten geblieben sind.