Lajos Kallos
Sonstige - andere
* Borzova, 15. Mai 1819 – † Debrecen, 2. September 1881 / Jurist, korrespondierendes Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften; Er schloss sein Studium am Reformierten Kolleg in Sárospatak ab. 1842 absolvierte er sein Praktikum in der Staatsanwaltschaft des Grafen Károlyi und legte 1843 das Staatsexamen ab. Ab 1846 veröffentlichte er regelmäßig juristische Studien und Fachbücher in ungarischer Sprache. Von 1851 bis 1853 hielt er Vorlesungen über die Grundlagen des ungarischen Rechts an der juristischen Fakultät des Kollegs in Sárospatak. 1853 wurde er zum Juristen am Reformierten Kolleg in Debrecen ernannt, und im selben Jahr wurde die juristische Fakultät durch Erlass des Kulturministers zur öffentlich-rechtlichen Akademie erhoben. Er wirkte dort bis zu seinem Tod. Seine Beliebtheit zeigte sich darin, dass seine Studenten ihm zu seinem Tod eine Gedenkfeier ausrichteten. Die Ungarische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1863 zum korrespondierenden Mitglied. Seine Dissertation befasste sich mit der Achtung des Gesetzes. Mehrere seiner Werke blieben unvollendet (u. a. „Universal European Legal History“, „Interest Question“). Seine Hauptwerke: „Grundsätze des ungarischen Zivilrechts“, 1846; „Einige Blätter aus den Gesetzen des Lebens“, 1848 (die zweite überarbeitete Auflage erschien 1862 unter dem Titel „Urteile des ungarischen Obersten Gerichtshofs“); „Grundsätze des österreichischen Zivilrechts“, 1852; „Grundsätze des ungarischen Zivilrechts“, 1853.