Fahr Lajos

Fahr Lajos

Sonstige - andere

* Igló, 27. Oktober 1866 – † Budapest, 1. Dezember 1933 / Geograph, Kartograph, General; Er absolvierte in Budapest einen höheren Offizierslehrgang bei den ungarischen Streitkräften sowie den Topographie-Lehrgang des Geographischen Instituts. Um sein Fachwissen zu vertiefen, unternahm er zudem eine Studienreise in die USA. Zwischen 1895 und 1919 war er als Lehrer an der Ludovika-Akademie tätig und wurde später Leiter des damals gegründeten Staatlichen Kartographischen Instituts. Er spielte eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung einer eigenständigen ungarischen Militärkartographie und war Herausgeber der sogenannten Engelkarten. Er wurde 1925 im Rang eines Generalmajors pensioniert, was nicht nur seinem Alter, sondern auch seiner Verwicklung in den Franc-Fälschungsskandal geschuldet war (die gefälschten Banknoten wurden in der von ihm geleiteten Institution entworfen). 1926 saß er sogar kurzzeitig im Gefängnis. In jungen Jahren war er Bergsteiger und veröffentlichte auch einen Artikel über die Besteigung des Gerlachfalvi. Hauptwerke: Grundlagen der Militärlandvermessung, 1904; Topographie, Geländedarstellung und Kartengebrauch, 1913. Sein jüngerer Bruder, Béla Hajts (Igló, 1872 – Igló, 11. September 1926), war Lehrer, Höhlen- und Tatra-Forscher und Leiter der Igló-Abteilung des Ungarischen Karpatenvereins. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Wanderwege gesichert und Schutzhütten errichtet. Er selbst warb in Artikeln mit Fotografien für den Tatra-Tourismus.

Inventarnummer:

11647

Sammlung:

Werte-Repository