Lajos Bartko

Lajos Bartko

Sonstige - andere

* Zólyombrézó, 6. Mai 1911 – † Budapest, 2. Juli 1988 / Geologe, Paläontologe; ; Er absolvierte die Schule in Miskolc und setzte anschließend sein Studium an der Technischen Universität Budapest im Bereich Geographie und Naturgeschichte fort. Dort erwarb er 1936 sein Lehrdiplom. Ab 1937 war er unbezahlter Praktikant am Geologischen Institut der Universität, ab 1939 zunächst Assistenzprofessor, später Oberassistent und anschließend Abteilungsgeologe. 1949 wurde er als Chefgeologe beim Kohlebergbauverband angestellt. 1956 wechselte er ins Ministerium für Kohlebergbau. Von 1958 bis 1960 war er Abteilungsleiter in der Nationalen Geologischen Direktion. Zwischen 1960 und 1971 leitete er als Chefgeologe die bergbaugeologischen Untersuchungen der Kohlegrube Nógrád. Er ging 1971 in den Ruhestand und arbeitete anschließend als Experte am Geologischen Institut. Er war Sekretär der Ungarischen Geologischen Gesellschaft. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Kartierung der triassischen und tertiären Sedimentgebiete. Dabei entdeckte er 1948 in Sóshartyán das Heilwasser, das später unter dem Namen Jodaqua abgefüllt wurde. Die bedeutendste seiner paläontologischen und stratigraphischen Forschungen war die Ausgrabung der Fossilienfundstätte Ipolytarnóc. 1939 entdeckte er dort eine urtümliche Schneckenart, die etwa 100 Millionen Jahre vor dem massenhaften Auftreten verwandter Weichtiere lebte. Für seine Arbeit wurde die Antal-Koch-Gedächtnismedaille verliehen. Der Entdecker der Schnecke benannte eine 19 Millionen Jahre alte, fossilisierte Walnussart (Carya bartkoi) nach ihm. Er ist Mitautor des Handbuchs „Die Geologie unserer Mineralvorkommen“ (1966).

Inventarnummer:

12778

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Dobsina