Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes
Gebäude, Struktur
Das dominierende Gebäude am Hauptplatz der Stadt ist die Pfarrkirche, erbaut 1584/85. Ursprünglich ein schlichter spätgotischer Bau, wurde sie später mehrmals umgebaut. Während des Bocskay-Aufstands wurde sie schwer beschädigt und 1612 fast vollständig renoviert. Péter Pázmány (Nagyvárad, 4. Oktober 1570 – Bratislava, 19. März 1637) wird die Renovierung im Jahr 1633 zugeschrieben. Auch während der türkischen Besatzung wurde sie wiederaufgebaut und diente als Moschee. 1693 ließ Erzbischof György Széchényi (Szécsény, 1603 oder 1605/1606 – Bratislava, 18. Februar 1695) die Kirche reparieren. Sein Wappen ist noch heute über dem Portal zum Kirchenschiff zu sehen, zusammen mit der Inschrift: „György Széchényi, Erzbischof von Esztergom 1639“. 1787 ließ Erzbischof József Batthyány (Wien, 30. Januar 1727 – Bratislava, 23. Oktober 1799) die Kirche renovieren. Die Inschrift über dem Portal ist noch heute lesbar: „Et tandem tristes carroll nost fata per ignes tota cints tali sto reparata stav 1811“. 1810 wurden das Gebäude und seine Einrichtung durch einen Brand zerstört. Nur ein Teil der Sakristei und die ewige Flamme des Altarraums blieben erhalten. Die Kirche wies bis 1867 die klassizistischen Stilmerkmale des Spätbarock auf. In diesem Jahr wurde der Turm wiederaufgebaut, nachdem er am 8. August 1867 durch einen Sturm zerstört worden war. Der Wiederaufbau erfolgte nach den Plänen des Architekten József Lippert (Arad, 21. Januar 1826 – Gutenstein, 15. August 1902). Auch Erzbischof János Simor (Székesfehérvár, 23. August 1813 – Esztergom, 23. Januar 1891) war an den Arbeiten beteiligt. Der letzte, grundlegende Umbau der Kirche fand 1877 statt, wodurch sie einen neoklassizistischen Charakter erhielt. Die Gedenktafel über dem Eingang weist ebenfalls darauf hin. Die Bogenform der Fenster stammt aus dieser Zeit. Im 97 Meter hohen Turm der Kirche hängen vier Glocken. Die 851 Kilogramm schwere Glocke, die mittags läutet, wurde 1984 in der Gießerei der mährischen Stadt Olomouc aus Spenden der Gläubigen gefertigt. In den letzten Jahren wurden die Fassaden, das Dach und die Turmverkleidung restauriert. Der Fußboden im Inneren des Heiligtums wurde 1996 erneuert.