Speerbäume in Nagysödémes
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Die Csemads spielten schon immer eine bedeutende Rolle im kulturellen Leben des Dorfes. Von 1988 bis 1994 wurden im Dorf Sommerkulturlager der Csemads organisiert, und von 1994 bis 1996 fanden im großen Dorf Lager für Volkstanz und Volksmusik statt. 1988 wurde in Nagyfödémes während des ersten Sommerkulturlagers der erste Grabstein errichtet. Geplant war, dem Park jährlich eine neue Gedenksäule hinzuzufügen. Nach sechs Jahren wurde die Tradition der Lager jedoch unterbrochen. 2004 schlugen die Mitglieder der Basisorganisation vor, alle fünf Jahre eine Gedenksäule für diejenigen zu errichten, die die Tradition weiterführen. Anlässlich des Jubiläums wurden fünf restaurierte Grabsteine von ihrem ursprünglichen Standort ins Dorfzentrum versetzt. 2014 schenkte das Partnerdorf von Csabrendek, Nagyfödémes, der Gemeindeverwaltung eine neue Gedenksäule. „Die Kultur jeder Gemeinschaft wird durch ihre Werte und ihre Ansichten zu den großen Fragen des Lebens bestimmt. Der Grabstein ist nicht in der Erde verwurzelt, doch er gleicht einem lebenden Baum, der sich an sein Heimatland klammert. Auch wir müssen tiefe Wurzeln schlagen, denn dort liegt die nährende Kraft, die wir im Alltag brauchen“, sagte József Turcsi, Bürgermeister von Csabrendek, und verglich den Grabstein mit der ungarischen Seele. Nach der Enthüllung der Gedenksäule und der Kranzniederlegung fand im Gemeindezentrum ein Festprogramm statt. Die talentierten Künstler des Dorfes und das Volkstanzensemble Berkenye traten auf. Im Rahmen des Festes wurden diejenigen, die zur Entwicklung der Organisation und zum Erhalt der Kultur und der Muttersprache beigetragen hatten, mit Auszeichnungen und Gedenktafeln geehrt. Unter den zuvor errichteten Grabsteinen erinnern die in den Jahren 1989, 1990 und 1994 an die sommerlichen Kulturlager, während die in den Jahren 2004, 2009 und 2014 errichteten Grabsteine an den 55., 60. bzw. 65. Jahrestag der Gründung der Csemads erinnern.