Kreishaus, Kreis Zemplén

Kreishaus, Kreis Zemplén

Gebäude, Struktur

Nachdem die königliche Grafschaft Ende des 13. Jahrhunderts in eine Adelsgrafschaft umgewandelt worden war, wechselte der Sitz der Grafschaft Zemplén bis Mitte des 18. Jahrhunderts mehrmals. Ab 1299 besaß Zemplén den Status einer Marktstadt, und die Grafschaftsversammlungen sowie das Grafschaftsgericht tagten hier in der Burg aus der Árpád-Ära. Da die Burg Zemplén im 17. Jahrhundert zerstört worden war, erwies es sich als notwendig, einen geeigneten Ort für die Versammlungen, ein Grafschaftshaus, zu errichten. Während der Bauzeit des Grafschaftshauses fanden die Versammlungen vorübergehend in Újhely statt. Mitte des 18. Jahrhunderts entsprachen jedoch weder Zemplén noch das im 17. Jahrhundert errichtete Grafschaftshaus den damaligen Anforderungen. Gemäß einem königlichen Dekret mussten Grafschaftshäuser in einer freien königlichen Stadt oder einer größeren Marktstadt gebaut und das Grafschaftsarchiv dort angesiedelt werden. Zu dieser Zeit war Zemplén eine der kleinsten Marktstädte der Grafschaft. Deshalb beschloss man 1754, das Kreishaus zu verkaufen, das für Versammlungen bereits zu klein geworden war, und von da an fanden in Zemplén keine Kreisversammlungen mehr statt.

Inventarnummer:

652

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Zemplén