István Koháry-Gedenksäule in Léván
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Das Denkmal für István Koháry wurde an der Stelle seines Todes in der Schlacht gegen die Türken im nördlichen Teil von Lewa errichtet. Es wurde durch einen umstürzenden Baum in einem Sturm beschädigt, aber 2001 restauriert. István Koháry wurde 1616 an einem bis heute unbekannten Ort geboren. Seine Mutter war Borbála Kazy, sein Vater Péter Koháry, der 1622 den Baronstitel erhielt. Der kleine István wurde früh verwaist und stand unter der Vormundschaft von Dániel Esterházy. Schon in jungen Jahren zeichnete er sich durch die von seinen Vorfahren geerbten Kampffertigkeiten aus. Sobald er volljährig war, übernahm er das Erbe seines Vaters und ließ sich in Csábrág nieder. 1647 wurde er zum Generalkapitän von Schloss Szécsény ernannt und 1657 zum erblichen Generalkapitän von Fülek. Ab 1661 war er Statthalter der Grafschaft Hont. 1664 ernannte ihn Leopold I. zum Generalleutnant und Hauptmann der Burg Léva, die als vorderste Bastion der Bergstädte und ihrer Außenposten diente. Am 19. Juli 1664 nahm er als Teil der kaiserlichen Armee unter de Souches an der sogenannten Schlacht bei Léva teil und führte dessen Adelstruppen an. Er kämpfte heldenhaft, wurde jedoch kurz vor Léva, zu Beginn der Schlacht, von einer Janitscharenkugel getroffen und stürzte vom Pferd. Sein Fuß verfing sich im Steigbügel, und sein Pferd schleifte Kohary, der sieben Wunden blutete, bis zur Grenze von Garamkeszi. Erst dort gelang es ihm, sein Pferd wieder einzufangen. Sein Leichnam wurde nach Garamszentbenedek und von dort am dritten Tag zur Burg Csábrág überführt. Der Sohn des Helden, ebenfalls István genannt, ließ 1690 in der Abteikirche Garamszentbenedek ein Familiengrabmal errichten, in dem die Asche seines Vaters beigesetzt wurde. Er ließ 1713 an der Stelle seiner Verwundung eine Gedenksäule errichten und an der Grenze bei Garamkesz, wo ihn sein Pferd mitgeschleift hatte, eine Kapelle bauen. Die lateinische Inschrift auf der Gedenksäule lautet in ungarischer Sprache: „István Koháry, der unter Léva ruhmreich kämpfte, starb für sein Vaterland, seinen Fürsten und Gott – in der großen Schlacht gegen die Türken – am 19. Juli 1664. Betet für ihn, dass unser Held in Frieden ruhe.“ Die Straße in Léva, die der Gedenksäule am nächsten liegt, trägt seit 1890 den Namen István-Koháry-Straße. In den 1930er Jahren war in Léva auch die István-Koháry-Pfadfindergruppe aktiv.