Mór-Kóczán-Gedenkmauer
Statue, Denkmal, Gedenktafel
Die Gedenkwand befindet sich in der Eingangshalle der ungarischsprachigen Grundschule in Csilizradvány. Die Schule trägt seit Oktober 2008 den Ehrentitel „Mór-Kóczán-Grundschule“. Die Gedenkwand besteht aus mehreren Teilen. Sie zeigt Bilder des ehemaligen reformierten Pfarrers von Csilizradvány sowie ein Werk von Sándor Uprik. Mór Kóczán wurde am 8. Januar 1885 im Dorf Kocs im Komitat Komárom geboren. Er begann seine Schulzeit am Gymnasium der Transdanubischen Reformierten Kirche in Pápa. Nach seinem Theologiestudium wurde er Kaplan in Csallóközaranyos. Am 4. Oktober 1914 wurde er zum reformierten Pfarrer in Csilizradvány ernannt, wo er 34 Jahre lang wirkte. Er gründete einen Sportverein in seinem Heimatort, dem er als Vollzeitmitglied angehörte. Hier heiratete er 1915 Karolina Halász, und sein einziges Kind, Edit, wurde geboren. Er und seine Familie wurden im September 1948 nach Ungarn deportiert. Er starb 1972 in Alsógöd. Bekannt wurde er durch seine sportlichen Erfolge. Er nahm 1908 an den Olympischen Spielen in London teil. In Bratislava stellte er mit 56,64 Metern einen Weltrekord im Speerwurf auf und gewann 1911 fünfmal die ungarische Meisterschaft. Seinen größten Erfolg feierte er bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm, wo er die Bronzemedaille im Speerwurf gewann.