Antal Kherndl

Antal Kherndl

Sonstige - andere

* Zseliz, 10. Mai 1842 – † Budapest, 7. Oktober 1919 / Brückenbauingenieur, Universitätsprofessor, ordentliches Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (1898); ; Nach seinem Abschluss am Gymnasium in Buda absolvierte er ein technisches Studium in Budapest, Karlsruhe und Zürich (bei Karl Culman) und erwarb 1864 sein Ingenieurdiplom. Anschließend arbeitete er in Baden. 1865 wirkte er an der Planung der Bahnstrecke Heidelberg–Heilbronn, insbesondere der Eisenbrücken, mit. 1866 war er Mitarbeiter des Technischen Amtes der Stadt Zürich, ab 1867 Assistenzprofessor an der Königlichen Joseph-Universität Pest, ab 1869 ordentlicher Professor für Wasserstraßen- und Eisenbahnwesen und ab 1881 ordentlicher Professor für Brückenbau. Er ging 1914 in den Ruhestand. Seine Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Brückenbautheorie wiesen einen neuen Weg zur Lösung von Problemen statisch unbestimmter Träger. Seine bahnbrechenden theoretischen Erkenntnisse in der Graphostatik (für die er 1897 den Marczibányi-Preis der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, 1905 die Goldmedaille des Ungarischen Ingenieurverbandes und 1910 den Großen Preis der Ungarischen Akademie der Wissenschaften erhielt) wurden unter anderem durch den Bau der Elisabethbrücke vor dem Zweiten Weltkrieg bestätigt, deren Entwurf er teilweise überarbeitete. Er wirkte an der Erstellung der Baupläne für die Ferenc-József-Brücke in Budapest und am Wiederaufbau der alten Kettenbrücke mit. Er war einer der Gründer, Sekretär (1869–1870) und später Ehrenmitglied des Ungarischen Ingenieur- und Architektenverbandes sowie Vizepräsident des Nationalen Rates für Öffentliche Arbeiten (1906–1914). 1884 wurde er zum korrespondierenden Mitglied und 1898 zum ordentlichen Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Seine Hauptwerke: Zur Theorie der Balken mit statisch unbestimmten Auflagerkräften (Verhandlungen der Ungarischen Gesellschaft der Ingenieure und Architekten – MMÉK), 1883–1884; Zur grafischen Theorie der Aussteifungsbalken von Kettenbrücken (Aufsätze aus dem Zirkel der Mathematischen Wissenschaften – Lehrstuhl), 1891; Zur grafischen Theorie mehrfeldriger Balken und Aussteifungsbalken von mehrfeldrigen Hängebrücken (MMÉK), 1895; Zur grafischen Theorie mehrfeldriger Bögen und starrer Hängebalken (MMÉK), 1897; Zur Theorie der Aussteifungsbalken von Kettenbrücken, 1891; Graphostatik von Trägern I/1-2, 1893–1903 Zur grafischen Theorie von Gelenkträgern mit statisch unbestimmten Auflagerkräften (MMÉK), 1904; Grafische Theorie von mehrfeldrigen, ausgesteiften Hängebrücken (MMÉK), 1906; Eisenkonstruktionen. I. Eisenbahnbrücken aus Eisen (Czakó Adolffal), 1907.

Inventarnummer:

12783

Sammlung:

Werte-Repository