Katholische Kirche St. Antonius von Padua
Gebäude, Struktur
In Vásárút stand zunächst eine Holzkirche – zumindest berichten das die Quellen –, die dem Märtyrer St. Georg geweiht war. Diese wurde jedoch von einer mittelalterlichen Flut zerstört. Etwa dreieinhalb Jahrzehnte lang fanden die Gottesdienste in einem „heiligen Zelt“ statt, bevor viel später eine Steinkirche errichtet wurde. Sie wurde 1672 zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua geweiht. Doch auch diese Kirche hatte kein langes Bestehen, denn sie wurde 1754 durch einen Brand zerstört. Der damalige Propst von Bratislava, Graf József Batthyányi – später Kardinalerzbischof von Esztergom – setzte sich für ihren Wiederaufbau ein. Er trug die Kosten größtenteils selbst. Nach der Fertigstellung der Kirche weihte er sie 1757 als Propst von Bratislava, wiederum zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua. Da es sich jedoch um eine große Siedlung mit einer großen Gemeinde handelte, erwies sich die von Batthyány geweihte Kirche bald als zu klein. Daher wurde sie 1906 erweitert und um ein Querschiff sowie zwei Seitenschiffe ergänzt. Auch diesmal trug das Kapitelhaus den Großteil der Kosten, und die prächtigen, farbigen Fenster an den Kirchenwänden zeugen von den großzügigen Spenden des Propstes und einiger Kanoniker. Im Chorraum befinden sich Holzstatuen des Heiligen Stephanus und des Heiligen Ladislaus. In einem der Seitenschiffe wurden drei Gedenktafeln angebracht. Die mittlere erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten, die äußeren Marmortafeln an die Opfer des Zweiten Weltkriegs.