Denkmal für József Kármán
Literarisch
József Kármán, Schriftsteller der Aufklärung (u. a. „Fannis Traditionen“, „Die Schönheit der Nation“), Verleger („URÁNIA“) und Theaterorganisator (1769–1795 Losonc). Sein Werk und sein Andenken gerieten für ein halbes Jahrhundert in Vergessenheit und wurden erst in der Reformära wiederentdeckt. Seine Heimatstadt errichtete erst hundert Jahre nach seinem Tod ein Denkmal für seinen ältesten Sohn. 1896 fand die Einweihung der Kármán-Gedenkstätte als Höhepunkt der Millenniumsfeierlichkeiten statt. Der bis heute bestehende Kármán-Kult lässt sich ebenfalls auf dieses Jahr datieren. Die ursprünglich vier Meter hohe Gedenksäule aus einheimischem, bewährtem Stein, verziert mit Schnitzereien und einer Inschrift, wurde in einem kleinen Wäldchen gegenüber dem Eingang des M. Kir.-Gymnasiums eingeweiht. Gleichzeitig wurde auch das nahegelegene Haus, in dem er geboren wurde, mit einer Gedenktafel aus dunklem Granit versehen. Der weiße Marmorobelisk, der Kármáns mutmaßliches Grab markierte, wurde erst ein Jahr später auf dem reformierten Friedhof wieder aufgestellt, wo er seither steht. 1945, nach dem Wechsel von Land und Regime, entfernten die Behörden sowohl das Denkmal als auch die Gedenktafel. Die Gedenksäule – die durch ein Denkmal für sowjetische Soldaten ersetzt wurde – war bis zum 24. März 1969 im Garten der reformierten Kirche im Gebüsch verborgen. An diesem Tag wurde sie auf Initiative der örtlichen Csemads an einem gut sichtbaren Ort anstelle des 1945 zerstörten Denkmals der nationalen Verteidigung von 1848/49 aufgestellt. Das Denkmal, ergänzt um eine slowakische Inschrift, wurde im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltungsreihe zum 200. Geburtstag von József Kármán feierlich wiedereröffnet. Zwischen 1896 und 1944 fanden hier Gedenk- und Kranzniederlegungen statt, die vom Gymnasium Losonc und der Stadt organisiert wurden. Seit 1969 dienen hier die Gedenk- und Kranzniederlegungen im Rahmen der Kármán-Tage, die vom Bezirkskomitee Losonc und der Stiftung Csemadok veranstaltet werden. Seit 1993 ist es der feste Ort für die gemeinsame Feier von József Kármáns Geburtstag (14. März) und dem 15. März sowie die dazugehörigen Kranzniederlegungen.