Charles Sladits
Sonstige - andere
* Dunaszerdahely, 27. Dezember 1871 – † Budapest, 22. Mai 1956 / Rechtsanwalt, Universitätsprofessor, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften; Er verbrachte seine Kindheit in seiner Heimatstadt und in Budapest und schloss sein Universitätsstudium 1895 in der Hauptstadt sub auspiciis regis (mit Auszeichnung) ab. Seine berufliche Laufbahn begann er im Justizministerium in der juristischen Vorbereitungsabteilung. 1908 wurde er zum Privatlehrer für ungarisches Privatrecht ernannt und 1917 zum Professor an der Universität Budapest berufen. Sein bedeutendstes wissenschaftliches Werk ist das Sammelwerk „Ungarisches Privatrecht“, dessen Herausgeber er war und an dessen theoretischen Grundlagen er maßgeblich mitwirkte. Neben seiner Lehrtätigkeit und Forschung gab er mehrere Fachzeitschriften heraus (u. a. die Zeitschrift „Magánjogi Dóntvénytár“, eine Beilage der „Zeitschrift für Rechtswissenschaften“). 1932 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gewählt, 1943 zum Vollmitglied. 1948 wurde er jedoch zum beratenden Mitglied herabgestuft und seine Mitgliedschaft erst 1989 posthum wiederhergestellt. 1953 wurde ihm der Kossuth-Preis verliehen. Seine Hauptwerke: Die Regeln der Ehe, 1899; A magyar manjanjog vázlata I-II., 1902 (4. Aufl., erschienen 1933–1934); Az esesületi jogról, 1903, Magyar manjanjog I-V. (Hrsg.), 1938–1940.