Kammerhaus (Kammerhof)

Kammerhaus (Kammerhof)

Gebäude, Struktur

Der größte Gebäudekomplex in Banská Bystrica war der sogenannte Kammerhof. Er entstand, als Mitte des 16. Jahrhunderts der Sitz der Bergkammer von Banská Bystrica nach Banská Bystrica verlegt wurde. Die Kammer kontrollierte die Erzgewinnung und den Handel mit Gold und Silber. Ihre Aufgabe war es, die sogenannte Urbura, die auf die geförderten Erze erhobene Bergbausteuer, einzutreiben. Die Zentralisierungsbestrebungen der Habsburger trugen zur Gründung der Kammer bei, die 1598 im Kammerhof ihren Sitz hatte. Diesem Amt leitete der ernannte Kammergraf, der neben den Bergwerken auch die Münze, das Kammergut und die Wälder kontrollierte. Der Gebäudekomplex entstand um 1550 durch die Zusammenlegung und den Umbau mehrerer älterer Häuser, weshalb sein Grundriss mit den beiden Innenhöfen äußerst komplex ist. Um den Baustandards der Staatswerke zu entsprechen, wurden Handwerker aus ganz Italien hinzugezogen. Die Eingänge und Fenster im ersten Stock zeugen noch heute von der Arbeit italienischer Steinmetze. Der Innenhof war von Arkadengängen umgeben. Unter einem der Bögen war eine Steinplatte mit einer eingravierten Linie erhalten, die den Meridian der Selmeken markierte. Zum Schutz war er zudem mit runden Bastionen befestigt. (Heute wird das Gebäude vom Vorstand des Bergbaumuseums verwaltet.)

Inventarnummer:

3238

Sammlung:

Werte-Repository

Wertklassifizierung:

Kommunaler Wert im Ausland

Gemeinde:

Selmecbánya   (Kamaraház utca 183/8. - Kammerhofská 183/8.)