Kalman Tichy

Kalman Tichy

Sonstige - andere

* Rozsnyó, 31. Oktober 1888 – † Budapest, 23. Oktober 1968 / Schriftsteller, Maler, Museologe, Ethnograf; jüngerer Bruder des Malers Gyula Tichy (1879–1920). Er studierte an der freien Schule von Simon Hollósy in München (1906) und anschließend von 1907 bis 1911 an der Akademie der Bildenden Künste in Budapest. Sein Grafiklehrer war Viktor Olgyai. Seine ersten Grafiken wurden bereits während seiner Studienzeit ausgestellt, und seine ersten Schriften erschienen in der Rozsnyói Híradob. Von 1923 bis 1927 war er Herausgeber der Sajó Vidék und anschließend Mitarbeiter der Prager Ungarischen Zeitschrift Hírlap. 1927 erschien sein eigenständiger Band „A négé évszak“ mit eigenen Illustrationen. 1930 wurde er Leiter des Stadtmuseums Rožňava und ab 1934 Sekretär des Gömör-Bezirks des Ungarischen Kulturvereins Sloweniens. Seine Schriften erschienen in den ungarischen Zeitschriften „Néplap“ und „Minerva“ in Bratislava. 1935 veröffentlichte er seine Monografie über Pelsőc (Vom Philiceum nach Pelsőcig). Er betrieb zudem ethnografische Forschung und sammelte Material, das in der Datenbank des Ethnographischen Museums archiviert ist. Er bearbeitete den Nachlass von Albert Pákh und entwickelte einen Plan zur Rettung der Denkmäler, der Volkskultur und der Volkskunst von Gömör. Seine künstlerischen Fotografien, Zeichnungen und Gemälde des ehemaligen Rožňava sind von dokumentarischem Wert. Zwischen 1938 und 1945 wurden seine Schriften in den Zeitschriften „Napkelet“, „Pásztortűz“, „Tükör“, „Búvár“, „Forrás“ und im „Új Magyar Múzeum“ veröffentlicht. Als Mitglied der KÉVE (Ungarischer Verband Bildender und Angewandter Künstler) (1910–1945) wurden seine Kunstwerke fortlaufend veröffentlicht. Besonders bedeutend sind seine Grafiken, vorwiegend im Jugendstil. Er veröffentlichte eine Reihe von Linolschnitten mit dem Titel „Geschichten aus einem Tintenfass“. Sein Gemälde „Die Belagerung der Krähenbeinburg“ befindet sich heute im Besitz des Museums von Bratislava. Er verfasste außerdem Kurzgeschichten, Romane und Literaturkritiken. Ab 1948 lebte er mit seiner Frau in Budapest.

Inventarnummer:

12492

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Martonháza