Kalman Soter
Sonstige - andere
* Csúz, 11. Oktober 1834 – † Nyitrakoros, 15. September 1915 / Imker, Imkereispezialist; ; Er absolvierte das Gymnasium in Nagyszombat und studierte eine Zeitlang Theologie in Esztergom, schloss das Studium jedoch nicht ab. Ab 1858 war er Wirtschaftsverwalter von János Scitovszky (1785–1866), dem Erzbischof und Kardinal von Esztergom. Nach 16 Dienstjahren ging er 1874 in den Ruhestand und ließ sich in Inám im Komitat Hont nieder. Dort gründete er eine gemauerte Imkerei, die bald landesweite Bekanntheit erlangte. Er war einer der Gründer und Vizepräsidenten des Ungarischen Nationalen Imkerverbandes. Er kümmerte sich nicht nur um praktische Angelegenheiten, sondern engagierte sich auch als Fachautor für die Imkerei. Sein zweibändiges Werk „Die Biene und ihre Welt I-II“ – mit über 2000 Seiten – ist auch heute noch ein viel genutztes Standardwerk. Der erste Band erschien 1895 in Kolozsvár, der zweite 1908 in Budapest. Er veröffentlichte zudem zahlreiche Artikel über die Imkerei und war ein wichtiger Mitarbeiter der Fachzeitschrift „Méhészet“. Darüber hinaus entwickelte er ein neues Verfahren zur Honiggewinnung, dessen Bestandteil unter anderem eine speziell konstruierte kleine Honigwabe war. Gegen Ende seines Lebens erblindete er und zog sich auf das Gut seines Förderers, Baron Förster, in Nyitrakoros zurück. Die von ihm begründete Imkertradition wird in Inám bis heute gepflegt. Am 1. September 2000 wurde eine Gedenktafel für Sötér an der Wand des Gemeindehauses enthüllt, und seither findet jährlich ein Honigfest im Dorf statt.