Kalman Brogyanyi
Sonstige - andere
* Felsőkocskóc, 5. Juni 1905 – † Yonkers [USA], 9. Oktober 1978 / Kunsthistoriker, Herausgeber; Er studierte ungarische und französische Literaturgeschichte sowie Kunstgeschichte an der Universität Bratislava. 1928 gehörte er zu den Gründern der Sichelbewegung, distanzierte sich später jedoch von ihr. Als Sekretär der Kunstabteilung des Bratislavaer Kunstvereins und der Ungarischen Wissenschaftlich-Literarisch-Künstlerischen Gesellschaft der Tschechoslowakei („Masaryk-Akademie“) organisierte er zahlreiche Kunstausstellungen. Er war Mitarbeiter und Herausgeber mehrerer Zeitschriften (z. B. Fórum, 1931–1938), und seine Artikel erschienen auch in Korunk in Kolozsvár. Er veröffentlichte vorwiegend Werke zur Kunstgeschichte, Kunstkritik, Ästhetik und Sozialtheorie. Von 1939 bis 1942 leitete er die Ungarische Bibliothek in Bratislava. 1945 war er Chefredakteur der kurzlebigen Zeitschrift „Arrow Cross-Shield Magyar Szó“, wofür er 1946 vom Volksgericht Bratislava zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. 1947 floh er nach Österreich, wo er in Linz als Schlosser arbeitete. 1951 ließ er sich in den USA nieder, widmete sich aber fortan nicht mehr der Kunstgeschichte und -kritik. Seine Hauptwerke: „Malerei in Slowenien“, 1931; „Die Kunst des Lichts“, 1933; „Ungarischer Bibliotheksdienst“, 1941.