Johannes Zachariah

Johannes Zachariah

Sonstige - andere

* Gyöngyös, 13. Oktober 1719 – † Komárom, 14. September 1772 / Jesuitenmissionar; Er studierte in seiner Heimatstadt und in Trenčín und trat im Oktober 1739 in Nagyszombat dem Jesuitenorden bei. Zwischen 1745 und 1748 lehrte er und reiste Anfang 1749 nach Spanien. Anderthalb Jahre verbrachte er hauptsächlich in Córdoba, wo er das Priesterseminar zur Vorbereitung auf den Missionsdienst abschloss und Spanisch lernte. Am 12. Oktober 1750 stach er zusammen mit Ferenc Éder (Selmecbánya) vom Hafen von Cádiz aus in Richtung Amerika in See. Die Einzelheiten ihrer Reise sind uns durch die Briefe bekannt, die Zakarjás nach Hause schickte. Am 8. Dezember 1750 sichteten sie die Insel Martinigua (Martinique). Am 17. Dezember erreichten sie den Hafen von Cartagena. Hier mietete er zusammen mit seinen Begleitern ein kleineres, einmastiges Schiff und setzte seine Reise zum Hafen von Puerto Bello (heute Portobelo) an der Ostküste der Landenge von Panama fort und von dort weiter nach Panama-Stadt (16. Februar 1751). Von dort segelten sie zum Hafen von Callao in Peru und erreichten Mitte 1751 Lima, das peruanische Zentrum der Jesuitenprovinz. Er wurde zur Missionstätigkeit nach Moxitania entsandt. Diese tropische Dschungelwelt des Amazonas liegt am Fuße der Anden, zwischen den Flüssen Beni, Mamoré und Iténez, und die Mojo und andere indigene Gruppen lebten verstreut in der Wildnis. Das Zentrum seiner Tätigkeit war vermutlich die Mission San Javier am Ufer des Mamoré, doch aus seinen Briefen wissen wir, dass er alle drei genannten großen Flüsse und ihre Nebenflüsse bereiste und sogar den Madeira erreichte, der bereits unter portugiesischer Herrschaft stand. Über die späteren Phasen seiner Arbeit in Peru ist wenig bekannt. Vermutlich wurde er 1767 vom spanischen König in Lima ausgewiesen und kehrte 1768 nach Europa zurück. Von 1770 bis zu seinem Tod war er Pfarrer von Komárom. Einige seiner Briefe wurden von József Szinnyei Jr. bei dessen Studium der Kaprina-Manuskriptsammlung in der Universitätsbibliothek entdeckt. Er präsentierte deren Inhalt auf der Tagung der Ungarischen Geographischen Gesellschaft. Adressaten der zehn veröffentlichten Briefe waren Erzbischof József Bartakovics und Ferenc Kéri Borgia (Nagyszombat). Der letzte Brief ist auf den 18. April 1756 datiert.

Inventarnummer:

11853

Sammlung:

Werte-Repository

Gemeinde:

Gecelfalva