Statue des Heiligen Johannes von Nepomuk in Vágsellye
Sakrales kleines Denkmal
Johannes Nepomuk ist der Schutzpatron Böhmens, einer der himmlischen Beschützer des Jesuitenordens und zugleich eine zentrale Figur der barocken Frömmigkeit und Volksreligion Mitteleuropas und Ungarns (1340–1383). Barocke Statuen des Märtyrers des Beichtgeheimnisses (†1383–1393), vor allem des Schutzpatrons der Schiffsreisenden, finden sich in ganz Ungarn als Nebenfiguren in den Statuengruppen der Heiligen Dreifaltigkeit und der Unbefleckten Empfängnis sowie auf Pestdenkmälern. Sie sind auch an den Giebeln von Häusern aus derselben Zeit, an Straßen, Brunnen, Flussufern, Brückengeländern und Fähren zu sehen. Dort wird er, wie in Beichtgewand, mit dem Finger an den Lippen dargestellt, um sich und die Vorübergehenden zur Stille zu ermahnen. Die Statue des Heiligen in Vágsellye befindet sich vor der römisch-katholischen Kirche. Der Schöpfer der Statue aus dem 18. Jahrhundert ist unbekannt.