Kirche des Heiligen Johannes von Nepomuk
Gebäude, Struktur
Zweigstelle Ipolykeszi Nagycsalomja. Die heutige römisch-katholische Kirche im neoklassizistischen Stil des Dorfes wurde 1899 unter Verwendung älterer Elemente am Ufer des Baches, der nach Ipoly fließt, auf einer kleinen, künstlich wirkenden Anhöhe errichtet. Der Altarraum der in Nord-Süd-Richtung ausgerichteten, einschiffigen Kirche ist polygonal. Ihr altes Altarbild zeigt den Schutzpatron, den Heiligen Johannes Nepomuk. Die heutigen Fresken der Kirche wurden vom ungarischen Maler Zsolt Lencsés in antiker Gipstechnik geschaffen. Eines der großen Gemälde zeigt den Heiligen Johannes Nepomuk in der Nähe der Karlsbrücke in Prag, kurz bevor ihn die Henker in die Moldau stoßen. Auch hier presst er den Zeigefinger seiner rechten Hand an den Mund, und über seinem Haupt sind kleine Sterne zu sehen. Auf den folgenden Fresken sind die Verkündigung, die Jungfrau Maria, die Taufe Jesu und das Letzte Abendmahl dargestellt. Alle Bilder zeigen zudem eine Taube als Symbol des Heiligen Geistes. An den Wänden ist auch das Fresko des auferstandenen Christus zu sehen, doch dasjenige, das ihn im feurigen Wagen zeigt, ist ebenfalls ein sehr ausdrucksstarkes Werk. Die Wappen von Papst Benedikt XVI. und Ipolykeszi wurden ebenfalls an den Wänden angebracht, und auch ein Bild von Ipolyi ist hier zu sehen. Dieses Zitat von Ipolyi ist auch an der Wand des Kirchenschiffs zu lesen: „Ein Volk, das seine Erinnerungen verliert, schafft sich damit sein eigenes Grab.“ Der lebensgroße Korpus, ein Geschenk von Szilvia Kosík an die Kirche und geschaffen vom Bildhauer Péter Párkányi Raab aus Balassagyarmat, wurde kürzlich über dem Altarraum angebracht.